Gerhard Richter

Geboren in Dresden im Jahr 1932 wuchs Gerhard Richter in der Oberlausitz auf. Nachdem er zum Schriften-, Bühnen- und Werbebildner ausgebildet worden war, begann er 1951 sein Studium an der Kunstakademie Dresden. 1957 bis 1961 arbeitete Gerhard Richter als Meisterschüler an der Akademie und übernahm Staatsaufträge der DDR. Über West-Berlin floh Gerhard Richter im Jahr 1961 nach Westdeutschland, wo er an der Kunstakademie Düsseldorf von 1961 bis 1964 sein Kunststudium fortsetzte. Dort erhielt er im Jahr 1971 auch eine Professur für Malerei und ging seiner Lehrtätigkeit bis 1993 nach. Von Richters Werken in der DDR sind nur wenige erhalten geblieben. Nach seiner Ankunft im Westen probierte Richter zahlreiche Stile der modernen Malerei aus. Nach dieser Phase war sein Werk vor allem von Pop Art, Abstraktem Expressionismus sowie Neo-Dada und Fluxus geprägt. Ab 1960 verwendete Richter Fotografien als Vorlagen für Gemälde – eine wiederkehrende Technik in seinem Werk. Richters Œuvre weist eine große Bandbreite mit unterschiedlichen Tendenzen auf. Geprägt sind alle seine Werke von der experimentierenden und inquisitiven Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit.