Günther Uecker

Geboren in Wendorf bei Crivitz, wuchs Günther Uecker ab 1936 auf der Halbinsel Wustrow auf, wo sein Vater Ingenieur auf einem Versuchsflugplatz war. Dort erlebte Uecker auch das Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Übernahme durch die Rote Armee. Nach der Schulzeit absolvierte er seine Lehre als Anstreicher und Schreiner und studierte anschließend zuerst in Wismar und später bis 1953 an der Kunstakademie in Berlin-Weißensee Malerei. Bei einem Besuch in Westberlin im Jahr 1951 entdeckte er die abstrakte Kunst. 1953 verließ Uecker die DDR und siedelte nach Westberlin über. 1955 bis 1957 führte er sein Studium bei Otto Pankok an der Kunstakademie Düsseldorf fort. In dieser Zeit begann er auch mit den ersten seiner reliefartigen Nagelbilder. 1961 wurde Uecker Mitglied der von Thomas Lenk, Heinz Mack und Otto Piene gegründeten Künstlergruppe ZERO. Zeitgleich begann er auch mit kinetischer Lichtkunst. Uecker nahm in seinen Werken wiederholt Stellung zu politischen Themen. Es finden sich Reaktionen auf Tschernobyl, Irak, Umweltproblemen und anderem in seiner Arbeit. 1974 bis 1995 war Uecker als Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie in Düsseldorf tätig.