Albrecht Dürer

Galoppierender Reiter (Der kleine Kurier)

Details

Bartsch 80; Meder 79 a (von e); Schoch/Mende/Scherbaum 10 a (von e).

Provenienz:
Pierre Mariette II (1634–1716), Paris, verso mit der Paraphe und der handschriftlichen Datierung 1691 (vgl. Lugt 1787);
August Artaria (1807–1893), Wien, verso mit dem Stempel (Lugt 33).

Beschreibung

Brillanter, kräftiger und klarer Frühdruck des ersten Zustandes. An drei Seiten mit einem feinen Rändchen um die Einfassungslinie, rechts knapp auf diese geschnitten. Vor dem langen Kritzel vertikal zum Pferdebauch und einer Schräge unter den Burgen und vor allen später auftretenden Wischspuren.
Der Kupferstich zählt zu den schönsten profanen Darstellungen Dürers. Er gehört zu einer Gruppe von sechs kleinen Kupferstichen mit Genremotiven, die alle um 1496/97 entstanden sind, und mit denen Dürer an einem Markt teilhaben wollte, den vor ihm schon Schongauer und van Meckenem bedient hatten. Darüberhinaus hatte der „Kleine Kurier“ vielleicht auch die Funktion einer Mustervorlage für Künstler. – Verso einzelne, sorgsame und unauffällige Ausbesserungen, ansonsten tadellos erhalten.