Auktion 283 | 07.06.2018 11:00 Uhr | Zeitgenössische Kunst & Kunst nach 1945

Gerhard Richter | Grün-Blau-Rot

Gerhard Richter: Grün-Blau-Rot
Gerhard Richter: Grün-Blau-Rot
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Gerhard Richter: Grün-Blau-Rot
Gerhard Richter: Grün-Blau-Rot
Gerhard Richter: Grün-Blau-Rot
Gerhard Richter: Grün-Blau-Rot
Gerhard Richter: Grün-Blau-Rot

Los 936

  • Ergebnis:  350.000*

Gerhard Richter

1932 Dresden

Grün-Blau-Rot

Öl auf Leinwand. (19)93. Ca. 29,5 x 40 cm. Verso auf der Leinwand signiert, datiert und mit der Werknummer bezeichnet.

Details

Elger IV 789/28; Butin 81.

Literatur: Parkett, Nr. 35, Zürich 1993, farb. Abb. S. 98, eine Ausgabe der Zeitschrift liegt dem Gemälde bei.

Provenienz: Parkett Verlag, Zürich;
Privatsammlung, Belgien;
Galerie Schönewald, Düsseldorf;
Privatbesitz, Bayern.

Beschreibung

Unikat aus der 115 Werke umfassenden Serie, herausgegeben von der Kunstzeitschrift Parkett, Zürich, Edition des Heftes Nr. 35, März 1993. Verso auf dem Keilrahmen mit der gestempelten Bezeichnung „Edition for Parkett No. 35“. „Grün-Blau-Rot“ ist ein charakteristisches Beispiel für die abstrakte Arbeitsweise von Gerhard Richter. Nur aus den drei reinen Farben Smaragdgrün, Saphirblau und Feuerrot erzeugt er unzählige Schattierungen, die in ihren kraftvollen Vermischungen eine nahezu hypnotische Anziehung erzeugen. Dazu zieht und drückt Richter mit der Rakel die pastos aufgetragene Farbe über die Leinwand, Rot und Blau über den grünen Grund. In der für Richters abstraktes Werk so prägenden Kombination aus wohlüberlegter Konstruktion und Zufallsprinzip entsteht ein spannungsgeladenes Wechselspiel von Verhüllung und Enthüllung der einzelnen Farbschichten, wodurch jedes der 115 Gemälde der Serie „Grün-Blau-Rot“ individuell verschieden und letztlich einzigartig wird. Während Richter in seinen frühen abstrakten Werken der 1970er und 1980er Jahre noch Assoziationen mit gegenständlichen Bildinhalten herstellt, sei es durch halbabstrahierte Motive, dreidimensional wirkende lineare Kompositionen oder schlicht die Bildtitel, löst er sich spätestens Anfang der 1990er Jahre komplett vom Gegenstand. Verstärkend wirkt dabei die zunehmende Verwendung der Rakel beim Auftrag der Farbe, wodurch sowohl jede gegenständliche Assoziation im Motiv verbannt als auch die ganz persönliche künstlerische Handschrift des Künstlers im Pinselduktus ausgeschlossen wird. „Für Richter ist der Rakel das wichtigste Werkzeug, um den Zufall in seine Kunst zu integrieren. Jahrelang hat er es sparsam eingesetzt, aber er hat erkannt, dass die Struktur der Farbe, die mit einem Rakel aufgetragen wird, niemals vollständig kontrolliert werden kann. Es führt so zu einem Moment der Überraschung, der es ihm oft ermöglicht, sich aus einer kreativen Sackgasse zu befreien, eine vorhergehende, unbefriedigende Anstrengung zu zerstören und die Tür zu einem Neuanfang zu öffnen.“ (Dietmar Elger, Gerhard Richter: A Life in Painting, Chicago 2009, S. 251).

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