Auktion 296 | 16.07.2020 11:00 Uhr | Moderne Kunst

Lyonel Feininger | „Dröbsdorf“

Lyonel Feininger: „Dröbsdorf“
Lyonel Feininger: „Dröbsdorf“
Lyonel Feininger: „Dröbsdorf“

Los 416

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    Moderne Kunst

    Titelbild:
    Henry Moore, Two seated figures against wall, 1960
    © The Henry Moore Foundation. All Rights Reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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Lyonel Feininger

1871 – New York – 1956

„Dröbsdorf“

Aquarell und Tusche, mit Deckweiß gehöht, auf chamoisfarbenem Bütten. 1916. Ca. 24,5 x 31,5 cm. Signiert unten links, betitelt unten mittig sowie datiert unten rechts.

Details

Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project LLC, New York – Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 1653-05-12-20 registriert ist, bestätigt. Mit einer Fotoexpertise vom 12.5.2020.

Ausstellung: Feininger im Weimarer Land, Kunsthaus Apolda Avantgarde, Apolda 1999, Kat.-Nr. 72, mit farb. Abb. S. 78.

Provenienz: Wohl Nachlass Wilhelm Koehler (1884-1959), ehem. Direktor der Weimarer Kunstsammlungen;
Galerie Gerda Bassenge, 10.11.1993, Los 6210;
Privatbesitz, Norddeutschland, bei Vorheriger 1993 erworben.

Beschreibung

1906 lebte Feininger mehrere Monate mit der Kunststudentin und seiner späteren Frau Julia Berg in Weimar und erkundete mit Skizzenblock und Fahrrad die Umgebung. Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch sehr ländlich geprägte Tröbsdorf – heute ein Ortsteil von Weimar – diente Feininger mehrfach als Studienobjekt. Besonders die Kirche mit ihrer charakteristischen Welschen Haube und dem gedrungenen Walmdach, die Feininger im Jahr 1913 entdeckte, faszinierte den Künstler. Er gab sie über Jahrzehnte hinweg in zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen in unterschiedlichen Variationen wieder. Diese Arbeiten dienten zugleich als Vorstudien für die beiden gleichnamigen Gemälde von 1927 (Moeller 308, Klassik Stiftung Weimar) und von 1928 (Moeller 316, Weisman Art Museum, University of Minnesota, Minneapolis), welche die Kirche als kristallinen, monumentalen Kathedralbau zeigen. – Am Rand mit Reisnagellöchlein (Atelierspuren). Papier im Randbereich ganz leicht wellig. Von schöner, farbfrischer Erhaltung.

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