Auktion 282 | 06.06.2018 11:00 Uhr | Moderne Kunst

Ernst Barlach | Die Kupplerin II

Ernst Barlach: Die Kupplerin II
Ernst Barlach: Die Kupplerin II
Ernst Barlach: Die Kupplerin II
Ernst Barlach: Die Kupplerin II
Ernst Barlach: Die Kupplerin II

Los 528 – Highlight

  • Ergebnis:  85.000*
  • Auktionsinfo

    6. Juni 2018
    Moderne Kunst

    LOVIS CORINTH
    Tulpen, Flieder und Kalla, 1915.
    Öl auf Leinwand. Ca. 63 x 50 cm.
    Ergebnis (inkl. Aufgeld): € 337.500

     

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Ernst Barlach

1870 Wedel – Rostock 1938

Die Kupplerin II

Bronze mit dunkelbrauner Patina. (1920). Höhe ca. 46,5 cm. Ein unnummerierter Guss einer Gesamtauflage von 12. Seitlich unterhalb des Mantels mit der eingravierten Signatur „E Barlach“ und seitlich links mit dem Gießerstempel „H NOACK/ BERLIN FRIEDENAU“.

Details

Laur 301/1.

Provenienz: Hauswedell & Nolte, Auktion 322, Hamburg 26.11.1996, Los 13, vom Besitzer dort erworben, bei Laur mit dem Verbleib unbekannt angegeben;
Privatsammlung, Hessen.

Beschreibung

Laur nennt bei den Gussjahren 1930-1932 sechs unnummerierte Exemplare und bei den Gussjahren nach 1938 sechs nummerierte Exemplare. Wohl ein seltener Guss der frühen Gussjahre. Die frühen unnummerierten Güsse werden bei Laur mit und ohne Friedenau angegeben. Es existieren auch ungestempelte Exemplare. Die als Rundplastik konzipierte Figur zeigt eine stehende alte Frau, die den Oberkörper einer jungen Frau entblößt, die direkt vor ihr sitzt. Der Betrachter tritt der Feilgebotenen direkt gegenüber und schlüpft dabei in die Rolle des Interessenten. Barlach hat sich viel mit der Plastik des Mittelalters auseinandergesetzt. Vor allem in der Ausführung der tiefen Falten des Stoffes um die entblößte Figur ist dieser Einfluss sichtbar. Der Künstler hält zu seiner Plastik gegenüber Friedrich Schult fest: „Mit meiner Plastik wirtschafte ich eigentlich ins Blaue hinein; es gibt keinen Raum dafür, und ich weiß nicht, wo sie am Ende bleibt; sie wird wahrscheinlich einmal zerstreut werden. Schließlich aber ist es nicht Geringes, daß es mir gestattet ist, mich auf meine Weise auszusprechen“ (zit. aus Laur S. 29). Laut Laur gehen der Ausführung in Bronze drei abweichende Kohlezeichnungen voraus, die als direkte Vorstufen der Plastik zu sehen sind. – Selten. Stellenweise mit kaum merklichen Bereibungsspuren, eine stärkere an der Rückenpartie. Schöne dunkle Patina mit wenigen Unregelmäßigkeiten.

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