Auktion 263 | 12.06.2015 15:30 Uhr | Moderne Kunst

Adolf Erbslöh | „Aus dem Sauerland, bei Olsberg“.

Adolf Erbslöh: „Aus dem Sauerland, bei Olsberg“.

Los 524

  • Ergebnis:  52.500*

Adolf Erbslöh

1881 New York – Irschenhausen 1947

„Aus dem Sauerland, bei Olsberg“.

Öl auf Hartfaserplatte. (19)21. Ca. 36 : 47 cm. Signiert und datiert unten links, verso betitelt. Gerahmt.

Details

Wille 143.
Dieses Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Gemälde aufgenommen. Wir danken Dr. Brigitte Salmen und Dr. Felix Billeter für die Auskunft.

Ausstellung: „Adolf Erbslöh“, Kunst- und Museumsverein Wuppertal, 3.-8.1967, Kat.-Nr. 143, verso mit dem Etikett.

Provenienz: Nachlass des Künstlers; Privatsammlung, Süddeutschland.

Beschreibung

Dr. Felix Billeter schreibt zu diesem Bild: „Adolf Erbslöh war 1909 einer der Begründer der Neuen Künstlervereinigung in München und zählte vor 1914 zu den wichtigen Protagonisten des Expressionismus in Deutschland. Nach der Rückkehr aus dem Kriegsdienst trat allerdings auch bei ihm eine künstlerische Neuorientierung ein, wie ganz allgemein nach 1918 unter den Avantgardemalern eine ‚Rückkehr zur Ordnung‘ zu beobachten war. Erbslöh näherte sich in seiner Malerei um 1925 der Neuen Sachlichkeit an, wie auch sein Freund Alexander Kanoldt. Nach 1930 wandte er sich zunehmend zu einer konventionell akademischen Malweise hin. Während seines Aufenthalts im westfälischen Olsberg malte Erbslöh die für das Sauerland so typischen gewölbten Mittelgebirgszüge. Es entstanden in Olsberg eine Reihe ähnlicher Darstellungen, die ein Pendant zu seinen Bildern der Bayerischen Alpen darstellte. In dem 1921 datierten Landschaftsbild sind Erbslöhs Bemühungen um einen Standpunkt innerhalb der Nachexpressionistischen Malerei gut zu erkennen. Zwar sind in der Reduktion der Häuser, Bäume und landschaftlichen Formationen auf einfache geometrische und farbliche Strukturen noch Ähnlichkeiten mit Bildern vor 1914 zu erkennen, gleichzeitig ist aber doch eine Beruhigung der Bildanlage und des Pinselstrichs zu spüren, die schon auf Tendenzen einer klärenden Versachlichung des Gesehenen hinweisen.“ Wir danken Dr. Billeter für seine freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung dieser Arbeit.

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