Auktion 289 || 05.06.2019

Augusto Giacometti
Stillleben mit Ranunkeln

Augusto Giacomettis Œuvre ist sehr vielschichtig. Neben der klassischen Malerei widmet sich der Künstler auch der Wand- und Glasmalerei. Anfangs orientiert sich Giacometti an Ferdinand Hodler und am Jugendstil.

Nach einer Ausbildung zum Zeichenlehrer von 1894-1897 in Zürich zieht Giacometti 1897 nach Paris, wo er die École Nationale des Arts Décoratifs und die Académie Colarossi besucht. Darüberhinaus studiert er ab Herbst bei Eugène Grasset an der École normale d’enseignement du dessin, dessen Buch „La plante et ses applications ornamentales“ (1896) ihn nachhaltig zum Studium in Paris bewegt. Nach Stationen in Florenz von 1902 bis 1915, wo er sich intensiv mit der Kunst der Renaissance auseinandersetzt, lässt sich Giacometti ab 1915 in Zürich nieder und bezieht in der Rämistraße ein Atelier.

In dieser Zeit entsteht auch das vorliegende „Stillleben mit Ranunkeln“. Auch hier baut Giacometti die Komposition flächig ornamental auf und strukturiert die Oberfläche mit einem ganz eigenständigen ornamentalen Auftrag in leuchtenden Farben.

Er erhält in diesen Jahren zahlreiche Aufträge für Fresken und Glasmalereien in öffentlichen Profan- und Sakralbauten in Zürich und Umgebung wie auch in Graubünden. Sein Erfolg gipfelt in den ersten Ausstellungen Ende der 1920/30er Jahre u.a. bei Hartberg in Berlin, in der Galerie Bernheim Jeune in Paris und in der Teilnahme an der XVIII. Biennale in Venedig.

Augusto Giacometti
1877 Stampa - Zürich 1947
Stillleben mit Ranunkeln

Öl auf Leinwand. 1917. Ca. 34,5 x 41,5 cm. Signiert unten links. Verso auf dem Keilrahmen nochmals signiert und datiert „Augusto Giacometti 1917.“.