Pablo Picasso

Head of a Musketeer – Tête d’homme

Details

Zervos XXXI, 201; The Picasso Project 69-204.

Provenienz:
Privatsammlung, Rheinland.

Beschreibung

Die Zeichnung entsteht im Mai 1969 und stammt aus dem wichtigen Spätwerk von Pablo Picasso, in welchem die Musketiere eine herausragende Stellung einnehmen.
Zu der Zeit, als die Skizze angefertigt wird, lebt der Künstler mit seiner Muse Jacqueline Roque in Mougins. Als sie sich um 1953 kennenlernen, ist Pablo Picasso bereits 72 und seine Muse erst 26 Jahre alt. Die Phase in Mougins ist von einer Operation des Künstlers geprägt. Zu Beginn des Jahres 1966 kehrt Picasso wieder in sein Atelier zurück und nimmt die Arbeit auf. Neue Kraft und Inspiration sind für ihn u.a. die Lektüre von „Die drei Musketiere“ von Alexandre Dumas, aber auch William Shakespeare und Charles Dickens, die er in seiner Erholungsphase nach der Operation liest. Die Musketiere begeistern Picasso durch den Mut, die Stärke, das disziplinlose Draufgängertum und deren Rolle als Frauenhelden. Diese Eigenschaften hält Picasso in seiner Studie und einem seiner berühmten Werke der Spätphase, „Mousquetaire à la pipe“ (1968), fest.
Die Arbeiten aus der letzten Werkperiode von Pablo Picasso sind eine Demonstration seiner ständigen Suche nach Neuem, was sich sowohl auf seinen Stil, seine Technik und das Thema als auch auf die Geschichte seines eigenen kreativen Schaffens bezieht.