Details

Pallauf 113.

Provenienz:
Chana Orloff;
Privatsammlung;
Dr. Margarete Widder;
Kunsthandel Widder, Wien;
Privatsammlung, Europa, 2010 bei Vorgenannter erworben.

Beschreibung

Verso mit „Floch 5“ handschriftlich bezeichnet. Unleserlicher Stempel vorhanden.

Den Schwerpunkt im Werk von Josef Floch bildet die Hinwendung zur Landschafts- und Figurenmalerei. Der Künstler fokussiert sich auf den isolierten und in sich ruhenden Menschen und dessen Umwelt, die oft als ein Schutzraum für den Dargestellten konzipiert ist. Das vorliegende Gemälde steht repräsentativ für diesen Hauptfokus in seinem Werk. Es zeigt wohl Nelly Hammerschlag, die Josef Floch mehrmals porträtierte. Das Gemälde war einige Zeit im Besitz von Chana Orloff. Sie war eine anerkannte französisch-israelische Künstlerin, die zwischen den Kriegen in Paris zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen der École de Paris avancierte.

Josef Floch ist einer der renommiertesten Künstler des 20. Jahrhunderts in Österreich, dessen Werk in den letzten Jahren zu einer Renaissance und einem Höhenflug auf den Auktionsmärkten angesetzt hat. Die Wiederbesinnung auf Josef Floch und seine Kunst hat mit einer großen Einzelausstellung in der Österreichischen Galerie Belvedere 1972 ihren Anfang genommen und hält bis heute an. Seine Bilder befinden sich neben dem Belvedere in vielen bedeutenden Sammlungen auf der ganzen Welt.

Der Künstler wurde von 1913 bis 1919 an der Wiener Akademie der bildenden Künste ausgebildet. Nach Reisen durch Palästina, München, Südfrankreich und Spanien übersiedelte er 1926 nach Paris, wo auch die vorliegende Arbeit entstand. Dort wurde er von der Galeristin Berthe Weill wiederholt ausgestellt. 1941 emigrierte Floch nach New York.