Details

Ausstellung:
Schrift und Bild, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden u.a., 1963, Kat. 253, o. S., verso auf der Rahmenrückwand mit dem Etikett.

Provenienz:
Privatbesitz, Süddeutschland (seit den 1960er Jahren in Familienbesitz).

Beschreibung

Die Idee der unmittelbaren Darstellung des Psychischen bestimmt das Werk Mathieus. Durch die Schnelligkeit des Malvorgangs und ein hohes Tempo in der Produktion versucht der Künstler, in der spontanen Geste die Kontrolle des Bewusstseins zu meiden. Auch die Arbeit „Fonds bistre“ von 1961 zeigt einen raschen, tachistischen Pinselduktus. Vor dem monochrom braunen Hintergrund schwebt ein Konglomerat aus verschlungenen Linien und undefinierten Formen, die sich, wie durch eine unsichtbare Kraft angezogen, in der Bildmitte treffen. Der Kontrapunkt zu den fein gesponnenen, flirrenden Linien ist ein breiter Pinselstrich in Steingrau. Alles ist in Bewegung, die Linien treffen sich im Bildzentrum, um sogleich wieder daraus wie ein Feuerwerk hervorzuschießen. „Wenn die Kunst eine Sprache ist, dann ist das Zeichen ihr erstes Element“, so beschreibt Mathieu die Bedeutung des Zeichens in seinen Kunstwerken. Verso wohl von fremder Hand bezeichnet „37 / T. 266 / N. 5084“. – Papier leicht wellig und vereinzelt zarte Grifffältchen, sonst sehr gut.