Meister der Veduten der Langmatt-Stiftung

Blick über den Giudecca-Kanal auf Santa Maria del Rosario

Details

Provenienz:
Privatbesitz, Nordrhein-Westfalen.

Beschreibung

Der Meister der Veduten der Stiftung Langmatt erhielt seinen Notnamen nach einer Reihe von 13 venezianischen Veduten (25,5 x 38 cm bzw. 47 x 73 cm), die im Museum Langmatt in Baden in der Schweiz aufbewahrt werden. Sie zeigen charakteristische Motive der Stadt, gestützt auf Vorbilder des 18. Jahrhunderts wie Carlevarijs, Canaletto, Marieschi und das populäre Stichalbum von Lovisa. Typisch für den Künstler sind die schmalen, gestreckten Figuren und die Darstellung des Wassers mit weißen parallelen Strichen auf grünblauem Grund. Meist wird der Maler heute mit Apollonio Domenichini gleichgesetzt, doch ist diese Identifizierung in der Forschung nicht ganz unstrittig. Domenichini zählte zu den venezianischen Vedutenmalern, die zwischen 1750 und 1770 sehr erfolgreich eine internationale Klientel mit Ansichten Venedigs und seiner Umgebung versorgten. Die Langmatt Vedute XII zeigt den Blick auf die Fondamente delle Zattere vom Canale della Giudecca aus, links die kleine Kirche Santa Maria della Visitazione und in der Mitte Santa Maria del Rosario. Es ist fast exakt der Ausschnitt unserer Vedute und ein in der venezianischen Vedutenmalerei selten gewähltes Motiv. Der Grundstein der Dominikanerkirche Santa Maria del Rosario, auch I Gesuati genannt, wurde 1726 gelegt, im Wesentlichen wurde sie 1736 fertiggestellt. Unser Bild ist eine Variante der Darstellung der Stiftung Langmatt mit abweichenden Maßen. Unterschiede sind hauptsächlich im Bildvordergund zu bemerken: Boote und Staffagefiguren sind anders positioniert.