Details

Provenienz:
Galerie am Haus der Kunst München, Filiale Westerland/Sylt, vom Besitzer 1970 dort erworben;
Privatsammlung, Norddeutschland.

Beschreibung

In leuchtenden Farben gibt Münter diesen Blumenstrauß voll Energie und Lebensfreude wieder. Mit dunklen Umrisslinien und reduzierten Ausdrucksmitteln hält Münter auch in ihrem Spätwerk zahlreiche Blumen in Vasen fest. Im vorliegenden Blatt treten die Blüten in den Vordergrund, die Vase ist nur am Unterrand leicht angedeutet. Johannes Eichner äußerte sich zu den späteren Blumenstillleben, sehr treffend auch für die vorliegende Arbeit: „Es bleiben die Blumen, die vom Garten ins Haus kommen, unerschöpflicher Reichtum von Farben. Ist nicht gleich eine Leinwand bereit, so greift die Malerin, wie schon in früheren Jahren, zu Papier, auf dem sie mit Öl arbeitet. Meist bleibt der Hintergrund weiß. Da hat sich eine duftige Malerei herausgebildet, in Andeutungen, die viel weißes Papier innerhalb der Umrisse stehen lässt und die Farben als kräftige Flecken draufsetzt“ (Ausst.-Kat. des Schloßmuseums Murnau: Gabriele Münter, Die Zeit nach Kandinsky in Murnau, Murnau 2012, S. 163). – Im Passepartoutausschnitt minimal gebräunt. Verso umlaufend mit Klebeband. Oberrand mit Resten alter Montage. Ränder minimal unregelmäßig. Minimal fleckig. Kaum merkliche Handhabungsspuren. Sonst schön und in farbfrischer Erhaltung.