Gustav Klimt

Schreitende, die Hände im Rücken verschränkt

Details

Strobl 1542.

Literatur:
Alfred Werner, Gustav Klimt, one hundred drawings with an introduction by A. Werner, New York 1972, Nr. 42, mit Abb.

Provenienz:
Serge Sabarsky Gallery, New York;
Privatsammlung, Boston.

Beschreibung

„Am meisten stilisiert, aber dennoch vom Scheitel bis zur Sohle mit Leben erfüllt“, beschreibt Alice Strobl diese Zeichnung der Schreitenden in ihrem 1982 erschienenen Werkverzeichnis zu den Zeichnungen von Gustav Klimt. Die Studien zu den schreitenden Mädchenakten entstehen um 1906. Dazu lassen sich keine ausgeführten Gemälde zuordnen. Strobl meint, dass sie am ehesten für den Stocklet-Fries gedacht waren. Die Grundbewegung des Schreitens, welche für Friesdarstellungen generell sehr geeignet erscheint und das Gerichtetsein auf ein bestimmtes Ziel ausdrückt, setzt Klimt im Fries thematisch dann jedoch in Form des Ritters um.
Eine stolze Entschlossenheit zum Handeln, der Wille zur Tat, der feste, unerschütterliche Stand, in dem dennoch Fortbewegung zu spüren ist, sind all diesen Studien gemein. In der hier gezeigten jedoch in einer natürlichen Klarheit ohne Beiwerk und Ablenkung. – Stellenweise feine, kaum sichtbare Fältchen im Randbereich. Sehr schön erhalten.