Details

Die Echtheit des Werkes wurde durch das Christian Rohlfs Archiv am Osthaus Museum, Hagen, am 10.10.2016 schriftlich bestätigt; das Werk ist unter der Nummer CRA 143/16 im Archiv registriert.

Provenienz:
Privatsammlung, Süddeutschland.

Beschreibung

Beispielhaft für die späten Arbeiten Rohlfs aus seiner Asconer Zeit ist die Reduzierung der dargestellten Dinge, wie hier ein Lilienzweig, auf das Wesentliche. Rohlfs bettet hier die zart skizzierten Blüten in eine Komposition von dezenten Rot-, Blau- und Gelbtönen ausgewogen ein und gibt ihnen durch die zum Teil ausgesparten hellen Bereiche des Papiers und der Oberflächenbearbeitung Halt. Rohlfs äußert sich zu seinen damaligen Eindrücken: „An Sommerabenden saßen wir meist mit Freunden auf der Terrasse und erlebten bei anregenden Gesprächen die farbige Nacht. Und wie viele Abende saßen wir schweigend auf der Brüstung und beobachteten, wie über den schimmernden Randlinien des Monte Tamaro der Himmel heller wurde, endlich der Mond erschien und die Welt mit seinem Licht erfüllte und die großen weißen Blüten von Lilien und Hortensien zum Leuchten brachte.“ (Zitiert aus: Ausst.-Kat. der Kunsthalle Emden, Christian Rohlfs. Das Licht in den Dingen. Späte Temperabilder, Emden 18.9.-21.11.1999, S. 22). – Umlaufend mit Büttenrand. Linke obere Ecke aufgrund des Reißnagels mit kleinem Einriss. Verso in den Ecken Reste alter Montage. Sonst in schöner und farbfrischer Erhaltung.