Lyonel Feininger

Ghosties (spirits of compunction)

Details

Achim Moeller, Geschäftsleiter des Lyonel Feininger Project LLC, New York/Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 1404-10-18-16 registriert ist, bestätigt.

Provenienz:
Holger Cahill, New York;
Privatsammlung, New York.

Beschreibung

Auf der Vorderseite dieses Briefes von Feininger an den Kunsthistoriker Holger Cahill (1887–1960) beschwört Feininger die „Geister der Reue“ herauf, die den Empfänger gnädig stimmen sollen ob der Schreibfaulheit des Absenders. Feininger verfasst diesen Brief Ende September 1955 in Stockbridge, Massachusetts, wo er und seine Frau bereits seit 1946 regelmäßig das Haus von Cahills Frau, Dorothy C. Miller (1904–2003), Kuratorin am Museum of Modern Art, für ihren Sommeraufenthalt mieteten. Anstatt der Miete von 100 US-Dollar „bezahlten“ Feiningers Miller in Kunstwerken. Die Figuren auf der Vorderseite zeigen Feiningers sogenannte „Ghosties“ – freundliche Gespensterchen, frei Feiningers Fantasie entsprungen, die er ab den 1950er Jahren immer wieder malt und an seine Freunde und Familie verschenkt. – Zwei vertikale geglättete Faltungen, da als Brief versendet. Maschinenschrift recto leicht durchschlagend. Stecknadellöchlein in den Ecken. Blattkanten kaum merklich gebräunt, sonst sehr schön.