Lyonel Feininger

„Yachtrennen“

Details

Achim Moeller, Geschäftsleiter des Lyonel Feininger Project LLC, New York/Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 350-07-21-10 registriert ist, bestätigt.

Ausstellung:
„Lyonel Feininger. Visions of City and Sea: Watercolours, Drawings, Paintings. A Tribute to the Late Hans Hess“, Achim Moeller Fine Art, New York 10.6.-19.7.1975, S. 21, 22, mit s/w Abb.

Provenienz:
Rolf Kersten, London;
Privatsammlung, New York.

Beschreibung

Am 18. März 1926 schreibt Feininger an seine Frau Julia von seiner lebenslangen Faszination für das Meer mit den darauf kreuzenden „Fahrzeugen“: „ich bin wirklich vom Meer von Kindesbeinen an begeistert und wollte ja immer Marinemaler werden.“ Die Leidenschaft für das Maritime beschränkte sich bei Feininger nicht nur auf die Darstellung in seiner Kunst, sondern er fertigte schon als Jugendlicher Modelle von Segelschiffen an, die er auf einem Teich im Central Park segeln ließ. Als seine Söhne und insbesondere sein jüngster Sohn Lux ab Mitte der 1920er Jahre auch anfingen Modellschiffe zu bauen, um diese bei den jährlichen Sommerurlauben in Deep auf der Rega um die Wette segeln zu lassen, ließ es sich auch Feininger nicht nehmen, erneut Boote zu konstruieren, um an diesen „Yachten-Rennen“ teilzunehmen. Diese Tuschezeichnung vom 18. September 1931 zeigt wahrscheinlich eine dieser „legendären“ Wettfahrten mit drei Booten. Die Arbeit verweist aber auch zugleich auf die Vorbilder, nach denen die Schiffe konstruiert waren und die Feininger nicht zuletzt in den Gemälden „Marine“, 1932 (Hess 344, Privatsammlung), „Yacht Race“, 1946 (Hess 469, Privatsammlung) und „Yachten“, 1950 (Hess 501, National Gallery of Canada, Ottawa), dargestellt hat. – Im Passepartoutausschnitt leicht lichtrandig. Stecknadellöchlein in den Ecken und mittig an den Rändern. Rechter Rand leicht unregelmäßig. Allgemein in sehr gutem Zustand.