Details

Literatur:
Anthony M. Clark, Pompeo Batoni: A Complete Catalogue of His Works with an Introductory Text, hrsg, von Edgar Peters Bowron. London, 1985, S. 389, D318 (mit abweichenden Maßen);
Edgar Peters Bowron, Pompeo Batoni: A Complete Catalogue of His Paintings, New Haven und London, 2016, Bd. II, S. 677 (unter „unverified drawings“ und mit abweichenden Maßangaben);
Literatur zum Gemälde:
Bowron 2016, Bd. I, S. 240-243, Kat. Nr. 199
Provenienz:
im Album Galippe (spätes 19. Jh.), England;
Versteigerung des Albums am 27.- 29.3.1923 bei Reiner Willem Petrus de Vries, Amsterdam, Los 516;
Dr. Fritz Hausmann (1885 – c. 1955), Berlin;
Dr. Carmen Hertz Gräfin Finckenstein (1889-1971), Ascona;
seitdem im Familienbesitz, Norddeutschland.

Beschreibung

Detailstudie zu Kopf und Händen des heiligen Petrus für das Altarbild „Papst Benedikt XIV., die Enzyklika Ex Omnibus dem Conte de Choiseul präsentierend“, heute im Minneapolis Institute of Art (Bowron 2016, Bd. I, Kat. Nr. 199. Bei dem Gemälde handelt es sich um ein außergewöhnliches Werk im Oeuvre des Künstlers, da es die herkömmlichen Gattungsgrenzen zwischen religiösem Historienbild, Allegorie und Porträt überschreitet. Es war von Kardinal Domenico Amedeo Orsini d’Aragona (1719-1789) gegen Ende des Pontifikats Benedikt XIV. Lambertini in Auftrag gegeben worden und sollte sowohl als Geschenk für den Papst dienen als auch einen wichtigen Moment in der päpstlichen Historie und Diplomatiegeschichte visualisieren. Es zeigt einen historischen Augenblick am 16. Oktober 1756 – die Übergabe einer päpstlichen Enzyklika an den französischen Botschafter Etienne-Francois Stainville, Conte de Choiseul (1719-1785), um die religiösen Konflikte in Frankreich zwischen der gallikanischen Kirche, den abgespalteten Jesuiten und dem Parlament zu entschärfen.
Alt auf Bütten aufgelegt. Kleines Wurmlöchlein, ansonsten in gutem Zustand.