Adolf Erbslöh

Stillleben mit blauen Hortensien und Büchern.

Details

Wille 242.
Dieses Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Gemälde aufgenommen. Wir danken Dr. Brigitte Salmen und Dr. Felix Billeter für die Auskunft.
Provenienz:
Frau Margarethe Rhein, München;
aus einer bedeutenden europäischen Privatsammlung.

Beschreibung

Dr. Felix Billeter schreibt zu diesem Bild. „Adolf Erbslöh zählte vor dem Ersten Weltkrieg zu den bedeutenden Vertretern der expressionistischen Malerei in München. Heute etwas in Vergessenheit geraten ist, dass Erbslöh in der Weimarer Zeit, die er weitgehend in der bayerischen Metropole verbrachte, zu den bedeutendsten Malern der Neuen Sachlichkeit gehörte. In Auseinandersetzung mit seinem Malerfreund Alexander Kanoldt trieb er die Stilllebenmalerei zu besonderer Blüte. Ein sehr spätes Beispiel – und eines seiner letzten Stillleben überhaupt – stellt das Stillleben mit blauen Hortsensien dar. Es entstand 1940 im Atelier in Irschenhausen (bei München), wohin sich der Künstler 1934 aus politischen Gründen zurückgezogen hatte. Im Motiv nimmt er Hortensienbilder aus den Zwanzigerjahren wieder auf, geht aber im Format und Beigabe von Requisiten darüber hinaus. Der Maler entfaltet vor ocker-braunem Hintergrund, dunklem Tisch mit Trinkglas und farbigen Büchern in den blau-weiß changierenden Hortensien-Blüten eine gedämpfte koloristische Pracht.“ Wir danken Dr. Billeter für seine freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung dieser Arbeit.

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