Details

Wichmann 1486.
Mit einem Gutachten von E. Hanfstaengl vom 15.7.1964 (in Kopie) und einem Gutachten von G. Roennefarth vom 29.8.1964 (Stenogramm in Kopie).
Ausstellung:
„Carl Spitzweg. Vor und hinter den Kulissen.“ Schlossmuseum, Murnau, 1.7.-8.11.2009; Kat. Nr. 58 auf S. 92.
Provenienz:
Sotheby’s, Amsterdam, 18.10.2005, Los 85; Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

In den 1850er Jahren unternimmt Spitzweg ausgedehnte Wanderungen in den bayerischen und Kufsteiner Alpen und durch das Ampertal. Zunehmend spiegelt sich intensive Naturverbundenheit in seinen Gemälden, in denen das anekdotische Element allmählich in den Hintergrund tritt. Hier dient die Figur des voranschreitenden Jägers als Repoussoir, das den Blick auf dem gewundenen Pfad zwischen den Felsformationen in die Tiefe führt. Mit zart lavierender Farbigkeit fängt Spitzweg die Stimmung im sommerlichen Licht der einsamen Schlucht ein. Dabei sorgen der lockere Duktus, das lebhafte Spiel von Licht und Schatten und Details wie die kreisenden Vögel für die besondere Lebendigkeit dieser lyrischen Komposition.