15. Januar 2020

Nachbericht zu Auktion 294: Weit über eine halbe Million Euro für Jawlensky-Kopf

KARL & FABER beendet das Auktionsjahr 2019 mit einem Spitzenergebnis für sein Cover-Lot und einem neuen Auktionsweltrekordpreis für Günter Brus

Zum Abschluss des Auktionsjahres erzielt das Münchner Kunstauktionshaus KARL & FABER mit seiner großen Cross-over-Auktion neue Rekorde

KARL & FABER ist und bleibt damit eine erste Adresse für den Kauf und Verkauf hochkarätiger Kunstwerke

Das Kunstauktionshaus KARL & FABER blickt auf eine erfolgreiche Herbstsaison zurück. Den Abschluss bildete am Donnerstag Abend die Auktion mit Ausgewählten Werken der Modernen und Zeitgenössischen Kunst. Spitzenreiter des Abends wurde das Cover-Lot, ein Abstrakter Kopf Alexej von Jawlenskys von 1930 (Los 626), das taxgerecht ein Ergebnis von € 587.500* erzielte. Von den drei Bietern machte eine Münchner Privatsammlung das Rennen. Platz zwei des Abends errang Ernst Wilhelm Nays Ursprung in Gelb von 1963 (Los 637) mit einem Ergebnis von € 250.000*. Adolf Erbslöhs Parklandschaft aus dem Jahr 1915 (Los 635) wurde heiß umkämpft und erbrachte mit € 100.000* einen der höchsten Zuschläge, die für ein Werk des Künstlers bislang auf dem Auktionsmarkt errungen wurden. KARL & FABER gab 2016 das Werkverzeichnis für die Gemälde des Künstlers heraus und hat sich seitdem als erste Adresse beim Verkauf für sein Werk etabliert. Vor zehn Jahren wurde dieses Bild bereits bei KARL & FABER verkauft, damals zum Hammerpreis von € 32.000* – jetzt wurde es zum 2,5-fachen Preis versteigert. Das heißt: Die Moderne bleibt im Trend. Weit über seinen Schätzwert hinaus gelangte auch Heinrich Campendonks Wirtshaus (Los 654) von 1917, das auf ein Topergebnis von € 175.000* kam. Auch Serge Poliakoffs Composition abstraite (1963, Los 623) zählte mit € 125.000* zu den besten Ergebnissen des Abends.
Lebendig wurde die Abendauktion durch die Bietergefechte für Werke von Carl Buchheister (Los 644, Ergebnis € 137.500), oder Frantisek Muzika. Das Werk Marécage V (Los 649) des tschechischen Surrealisten verdreifachte seine Schätzung auf ein Ergebnis von € 137.500*.

In der Zeitgenössischen Kunst setzte das Haus einen neuen Auktionsweltrekordpreis für ein Werk des bedeutenden österreichischen Zeitgenossen Günter Brus. Seine großformatige Zeichnung Das Unerhörte (1980, Los 622) erzielte € 162.500*. Überhaupt wurden Werke der österreichischen Zeitgenossen stark beboten. So konnte Arnulf Rainers Werk aus dem Skifahrer Zyklus (Los 624) mit € 93.750* seine untere Taxe verdreifachen. Das Kissenbild von Gotthard Graubner (Los 643) war ebenfalls sehr begehrt und erreichte € 62.500.

Im Bereich der Klassischen Moderne zeigt sich gegenwärtig ein selektives Vorgehen der Käufer. Insbesondere Werke Emil Noldes tun sich aufgrund der gegenwärtigen Rezeption der Person des Künstlers schwer, was jedoch für Kunstinteressierte, die das Werk und nicht die Künstlerpersönlichkeit in den Fokus nehmen, die eine oder andere günstige Gelegenheit im Nachverkauf bescheren könnte.

Die Nachmittagsauktionen liefen am Mittwoch und auch am Donnerstag sehr gut bis hervorragend.  Zahlreiche Bietergefechte hoben die Werke oft auf ein Vielfaches der Schätzungen. Das Ergebnis der Auktion mit zeitgenössischer Kunst übertraf mit einer Quote von 108 Prozent der Schätzungen die Erwartungen.

Top Ten – KARL & FABER Herbstauktion „Ausgewählte Werke“ vom 5. Dezember 2019

1. Alexej von Jawlensky (Los 626): Abstrakter Kopf
Ergebnis: € 587.500* – Schätzpreis: € 400.000/600.000

2. Ernst Wilhelm Nay (Los 637): Ursprung in Gelb
Ergebnis: € 250.000* – Schätzpreis: € 180.000/240.000

3. Heinrich Campendonk (Los 654): Wirtshaus
Ergebnis: € 175.000* – Schätzpreis: € 120.000/160.000

4. Günter Brus (Los 622): Das Unerhörte
Ergebnis: € 162.500* – Schätzpreis: € 100.000/150.000

5. Carl Buchheister (Los 644): Silbergrundbild
Ergebnis: € 137.500* – Schätzpreis: € 70.000/90.000

6. Frantisek Muzika (Los 649): Marécage V (Sumpf V)
Ergebnis: € 137.500* – Schätzpreis € 40.000/60.000

7. Serge Poliakoff (Los 623): Composition abstraite
Ergebnis: € 125.000* – Schätzpreis: € 100.000/150.000

8. Adolf Erbslöh (Los 635): Parklandschaft
Ergebnis: € 100.000* – Schätzpreis: € 30.000/40.000

9. Arnulf Rainer (Los 624): Skifahrer Zyklus
Ergebnis: € 93.750* – Schätzpreis: € 30.000/40.000

10. Gotthard Graubner (Los 643): Kissenbild
Ergebnis: € 62.500* – Schätzpreis: € 50.000/60.000

*alle Angaben inkl. Aufgeld (25 %) ohne MwSt. und ohne Gewähr

KARL & FABER wurde 1923 in München gegründet und ist eines der größten Kunstauktionshäuser in Deutschland. Unter den Kunstauktionshäusern der D-A-CH-Region hat es sich seit 2010 mit am dynamischsten entwickelt. (Quelle: artnet) Das Haus hat sich auf Alte Meister, Kunst des 19. Jahrhunderts, Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst spezialisiert. Ein Schwerpunkt ist die Provenienzforschung. KARL & FABER hat seinen Sitz in München mit Niederlassungen in Hamburg und Düsseldorf sowie Repräsentanzen in Tegernsee, Basel, London, Italien, Österreich und in den USA. Am Hauptstandort führt KARL & FABER sechs Auktionen pro Jahr durch, die sich jeweils einem Schwerpunktthema widmen. Seit Frühjahr 2019 führt KARL & FABER auch Online-Only-Auktionen durch. Neben dem Auktionsgeschäft veranstaltet KARL & FABER regelmäßig Verkaufsausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Seit 2008 vergibt das Unternehmen gemeinsam mit der Stiftung der Kunstakademie München alle drei Jahre den KARL & FABER Kunstpreis. Das Haus engagiert sich zudem für den Münchner Kunststandort als Partner des Ausstellungsprojekts Various Others und seit 2017 als Förderer des experimentellen Kunstraums Loggia.

NACHVERKAUF HERBSTAUKTIONEN 2019
Auktion 291 / Alte Meister
Bis Freitag, 20. Dezember 2019

Auktion 292 / Moderne Kunst
Bis Freitag, 31. Januar 2020

Auktion 293 / Kunst nach 1945 und Zeitgenössische Kunst
Bis Freitag, 31. Januar 2020

Auktion 294 / Ausgewählte Werke – Moderne & Zeitgenössische Kunst
Bis Freitag, 31. Januar 2020

KONTAKT UND INTERVIEWANFRAGEN
Dr. Anne-Cécile Foulon
Leiterin Kommunikation & Development
KARL & FABER Kunstauktionen GmbH
Amiraplatz 3 | D – 80333 München
presse@karlundfaber.de
T +49 89 24 22 87-17 / F +49 89 22 83 350
www.karlundfaber.de

PDF | Nachbericht zu Auktion 294 – Ausgewählte Werke (Moderne & Zeitgenössische Kunst) | Teil I