Auktion 282 | 06.06.2018 11:00 Uhr | Moderne Kunst

Max Liebermann | Reitender Junge am Strande

Max Liebermann: Reitender Junge am Strande

Los 517 – Highlight

  • Ergebnis:  170.000*

Max Liebermann

1847 – Berlin – 1935

Reitender Junge am Strande

Öl auf Pappe. 1903. Ca. 62,5 x 70 cm. Signiert und datiert unten rechts.

Details

Eberle Bd. 2 1903/5.

Literatur: Hancke, E., Max Liebermann, sein Leben und seine Werke, Berlin 1914 (1) und 1923 (2), S. 540 (Werkkatalog), mit Abb. S. 419;
Der Deutsche Impressionismus, Bielefeld 2009, mit Abb. S. 207.

Ausstellung: Liebermann, La Malmaison, Cannes 1996, mit farb. Abb. S. 13;
Liebermann, Cranach-Galerie, Wittenberg 1996, mit farb. Abb. S. 13;
Nicht besser, nicht schlechter – einfach nur anders – Max Liebermanns Werke 1900 – 1918, Jüdisches Museum, Wien 1997-1998, mit Abb. S. 126;
Max Liebermann. Stationen eines Malerlebens, Opel-Villen, Rüsselsheim 1999, mit farb. Abb. S. 45;
Berlin Metropolis – Jews and the New Culture, 1890-1918, Jewish Museum, New York 1999, mit farb. Abb. S. 49;
Max Liebermann, Orangerie des Georgiums, Dessau 2000, mit farb. Abb. S. 11;
Licht, Phantasie und Charakter – Max Liebermann (1847-1935), Zentrum für Kunst und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts, Schloss Wernigerode, 2001, mit farb. Abb. S. 29;
Im Streit um die Moderne – Max Liebermann, der Kaiser, die Nationalgalerie, Liebermann-Haus am Pariser Platz, Berlin 2001/2002, mit farb. Abb. S. 68;
Max Liebermann 1847-1935: Ich bin doch nur ein Maler, Jüdisches Museum, Rendsburg 2002-2003, mit farb. Abb. S. 33;
Max Liebermann, Poesie des einfachen Lebens: Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall/Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2003-2004, mit farb. Abb. S. 99;
Kunstsalon Berliner Secession, Eröffnungsausstellung, Dr. Jörg Thiede Stiftung, Berlin 2006.

Provenienz: Paul Cassirer, Berlin 12.10.1911, direkt vom Künstler erworben, PC Nr. 9333 und 1659 – 1911-1917, verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett;
Hugo Helbing, München, erworben am 4.9.1917 bei Paul Cassirer;
Privatbesitz, Deutschland, wohl Dr. Goldschmidt;
Hugo Helbing, Auktion, München 11./12.6.1929, Nr. 125, Abb. Tafel 3, dort falsch auf 1913 datiert – eingeliefert von Dr. Goldschmidt, Berlin (bei 4.200 RM unverkauft);
Privatbesitz, Düsseldorf, bis 1992;
Armin Jockels, Düsseldorf, bis 10.7.1992;
Privatsammlung, Berlin, 1992/1993, vom Vorbesitzer erworben;
Kunstkreis Berlin GbR, seit 1993, vom Vorbesitzer erworben.

Beschreibung

Verso auf dem Keilrahmen mit der handschriftlichen Bezeichnung in Blau: „+ P.C. 8871“ und der gestrichenen Nummer „629“ sowie laut Eberle auf einem Etikett der Firma Cassirer „M. Liebermann 1659 Reitender Junge Strande“. Max Liebermanns Œuvre zeigt eine Vielzahl von Strandszenen auf. Menschen beim Baden, beim Tennisspielen, badende Knaben oder reitende Jungen/Paare hält der Künstler auf seinen Ausflügen mit der Familie und Freunden oder auch später im Atelier fest. Schon 1900 entstehen laut Eberle am Stand von Scheveningen eine ganze Reihe von Studien und Bildern zu dem Motiv „Reiter am Meer“ (Eberle 1900/2 – 1900/12). Zurück in Berlin, schreibt Liebermann am 14. Oktober an Franz Servaes: „Was mich persönlich betrifft, so bin ich in eine neue – die wievielte weiss allein der liebe Gott und Rosenhagen – Periode getreten: in den drei Monaten, die ich jetzt in Holland war, habe ich mich wieder gehäutet, male Pferde und nackte Weiber (aber die nicht auf Pferden) (…)“ (zit. aus Eberle Bd. 2, S. 527). In den Folgejahren hält der Künstler an dem Motiv des Reitens am Meer und den dabei eingefangenen Bewegungsabläufen der Tiere fest (u.a. Eberle 1901/9 – 1901/14, 1902/3-4, 1903/6.). Auch unser Gemälde mit einem Jungen auf einem kräftigen Pferd sitzend und mit dem Tier durch das seichte Wasser steigend, reiht sich in diese Themengruppe ein. Der Junge mit Kappe wird mit seinem Pferd in leichter Schrägstellung zentral ins Bild gesetzt. In gedeckten Tönen führt Liebermann das Werk aus, lockert dabei die Komposition mit breiten Weißhöhungen der Meeresbrandung und dem leicht verhangenen blau-weißen Himmel auf. Reiter und Pferd sind dunkel gehalten und setzen sich stark von dem zarteren Hintergrund ab. Laut Eberle könnte den Maler neben den atmosphärischen und malerischen Werten in diesem Bild interessiert haben, wie selbstverständlich ein Kind das große Tier und die Elemente meistert.

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