Karl & Fabers „Coverboy“ knackt Rekordmarke

Hans Thomas Einsamkeit erzielt in der Auktion Alte Meister & 19. Jahrhundert einen Spitzenpreis – ein fulminanter Auftakt für die Saalauktionen der Sommersaison 2021

PDF | Nachbericht zu Auktion 302 – Alte Meister & Kunst des 19. Jahrhunderts

PDF | Fotoindex Nachbericht Auktion 302

  • Mit einem Gesamtumsatz von knapp 2,5 Millionen Euro ist Auktion 302 die umsatzstärkste Auktion Alte Meister & Kunst des 19. Jahrhundert bei Karl & Faber und eine der stärksten Live-Auktionen dieses Bereichs in Deutschland während dieser Saison
  • In der Druckgrafik Alter Meister kann Karl & Faber erneut seine Führungsposition in der EU behaupten und ausbauen – die höchsten Zuschläge gab es beim Münchner Kunstauktionshaus für Blätter von Albrecht Dürer (sechsstellig) und Rembrandt Harmensz. van Rijn

Als Covermotiv des Katalogs galt das Werk schon als heimlicher Auktionsfavorit. Aber dass Hans Thomas Einsamkeit (Los 144) derart durch die Decke gehen würde, das hatte sicher keiner auf dem Zettel. Nach dem Ausruf von € 20.000 hob Auktionatorin Sheila Scott, Geschäftsführerin bei Karl & Faber, das Gemälde auf mehr als das Siebenfache – auf das Ergebnis von € 143.750* (Schätzpreis: € 25.000/35.000). Damit wird die sicher intensivste Interpretation von Thomas beliebtem Motiv nicht nur zum am meisten umkämpften Kunstwerk des 19. Jahrhunderts in dieser Auktionssaison in Deutschland. Es erzielte gleichzeitig einen neuen deutschen Auktionsrekord und den zweithöchsten Preis auf internationaler Bühne für ein Werk des Künstlers.  „Unsere Nähe zu wichtigen nationalen und internationalen Privatkunden, kombiniert mit einer ausgeklügelten Online-Verkaufsstrategie – vor allem über Social Media – machte das Bild zum Renner bei den Bietern weltweit“, erklärt Auktionatorin Scott den herausragenden Erfolg.

Und vom Erfolg gekrönte Bietergefechte gab es mehr als genug bei Auktion 302: Karl & Faber konnte etwa die 2018 bei Sotheby’s unverkauft gebliebene Andromeda von John Rodd(h)am Spencer Stanhope (Los 133) ebenfalls sechsstellig zuschlagen. Für € 100.000* (Taxe: € 60.000/80.000) ging das Werk nach einem kurzen, aber heißen Bietergefecht an eine bedeutende deutsche Privatsammlung. Heftigst beboten wurde auch Christian Friedrich Gilles Wolken über Buschgehölz und Pappeln (Los 99), was in einen internationalen Rekordpreis mündete: Nach einem Ausruf von € 2.400 bekam die Ölstudie des frühen 19. Jahrhunderts eine belgische Privatsammlung für € 28.125* zugeschlagen – fast das Zehnfache der Taxe von € 3.000/4.000. Ähnlich steigern konnte sich Friedrich Nerlys Blick von Olevano auf die Volskerberge mit Paliano rechts (Los 68), das bei einem Schätzpreis von € 5.000/6.000 ein Ergebnis von € 24.375* einbrachte. Ein Überraschungserfolg kam für Heinrich Carl Brandts Bildnis des Prinzen Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken, des späteren Königs von Bayern, im Alter von 12 Jahren (Los 38). Das auf € 15.000/18.000 taxierte Porträt erhielt nach zahlreichen Geboten ein deutscher Privatsammler für € 32.500*. Ein reges Bietergefecht löste auch Lucas van Leydens Das Milchmädchen (Los 358) aus. Hier steigerten Interessenten aus fünf Ländern eifrig mit – bis zum Ergebnis von € 16.250* (Taxe: € 1.800).

Unübertroffen auf dem deutschen Kunstmarkt ist die Karl & Faber Expertise für die Druckgrafik der Alten Meister. Der Marktführer in der EU erreicht in diesem Bereich die höchsten Zuschläge. Auch diesmal konnten sich Bieter und Einlieferer über das quicklebendige Auktionsgeschehen freuen – die einen aufgrund der hochkarätigen Offerte, die anderen wegen der erzielten Spitzenerlöse. Knapp 30 Prozent der 104 Druckgrafik-Lose erzielten fünf- und sechsstellige Ergebnisse – angeführt von Albrecht Dürers Der heilige Eustachius (Los 309), der für € 137.500* in den USA seinen Käufer fand. Die umfangreiche Rembrandt-Offerte brachte etliche fünfstellige Ergebnisse, darunter beispielsweise Die Landschaft mit dem Zeichner (Los 362), die für € 56.250* ersteigert wurde.

„Nach dem Brexit ist und bleibt Karl & Faber die erste Anlaufadresse in der EU in diesem wunderbaren Sammlungsbereich“, betont Dr. Rupert Keim, Geschäftsführender Gesellschafter von Karl & Faber. „Mit einem Gesamtumsatz von knapp 2,5 Millionen Euro ist diese Juni-Auktion unsere umsatzstärkste sowie erfolgreichste Auktion im Bereich der Alten Meister und der Kunst des 19. Jahrhunderts – und in dieser Saison eine der stärksten Saalauktionen in diesem Bereich in Deutschland. Damit setzt Karl & Faber seinen Wachstumskurs ungebrochen fort.“

 

Karl & Faber wurde 1923 in München gegründet und ist eines der größten Kunstauktionshäuser in Deutschland. Unter den Kunstauktionshäusern der D-A-CH-Region hat es sich seit 2010 mit am dynamischsten entwickelt. (Quelle: artnet) Das Haus hat sich auf Alte Meister, Kunst des 19. Jahrhunderts, Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst spezialisiert. Ein Schwerpunkt ist die Provenienzforschung. Karl & Faber hat seinen Sitz in München mit Niederlassungen in Hamburg und Düsseldorf sowie Repräsentanzen in Tegernsee, Basel, London, Italien, Österreich und in den USA. Am Hauptstandort führt Karl & Faber sechs Auktionen pro Jahr durch, die sich jeweils einem Schwerpunktthema widmen. Seit Frühjahr 2019 führt Karl & Faber auch Online-Only-Auktionen durch. Neben dem Auktionsgeschäft veranstaltet Karl & Faber regelmäßig Verkaufsausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Seit 2008 vergibt das Unternehmen gemeinsam mit der Stiftung der Kunstakademie München alle drei Jahre den Karl & Faber Kunstpreis. Das Haus engagiert sich zudem für den Münchner Kunststandort als Partner des Ausstellungsprojekts Various Others und seit 2017 als Förderer des experimentellen Kunstraums Loggia.

 

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