Alberto Giacometti

Portrait de James Lord

Details

Mit einer Fotoexpertise des Comité Giacometti, Paris, vom November 2019. Das Werk ist online in der Alberto Giacometti Database (AGD) unter der Nummer 4229 registriert.

Ausstellung:
Alberto Giacometti. Zeichnungen, druckgrafische Unikate und Ergänzungen zum Werkverzeichnis der Druckgrafik von Lust, Ausst.-Kat. der Galerie Klewan, München 1997, S. 19/20, mit s/w Abb.

Provenienz:
Pierre Matisse Gallery, New York;
Galerie Claude Bernard, Paris;
Galerie Artel, Schweiz;
Sotheby’s, London 23.10.1996, Los 67;
Kunsthandel Helmut Klewan, München;
Privatsammlung, Süddeutschland, vom Vorgenannten ca. 1999 erworben.

Beschreibung

„Je mehr ich das Modell studierte, desto dichter wurde der Schleier zwischen seiner Wirklichkeit und mir.“
(Alberto Giacometti)

Alberto Giacometti lernt den amerikanischen Schriftsteller James Lord 1953 kennen. Lord, der vielen Künstlern seiner Zeit Modell stand und enge Kontakte pflegte, wird als enger Weggefährte und Freund Giacomettis direkter Zeuge seines Lebens und Schaffens und von ihm mehrfach porträtiert.
Im Ausstellungskatalog der Galerie Klewan von 1994 schreibt Lord über seinen Freund: „Für Alberto Giacometti war Zeichnen die Grundlage seiner, ja aller Kunst. (…) In der Zeichnung offenbart sich das wahre Wesen des Künstlers, und die Intensität seiner Suche nach Wahrheit bestimmt die Qualität des Werks. (…) Was wir von einem Kunstwerk erwarten und an ihm am meisten schätzen, ist sein Bezug zum Leben, seine emotionale und intellektuelle Relevanz für die menschliche Erfahrung. (…) Er strebte danach, die Kunst, die in der Natur vorhanden ist, oder wie Dürer sagte, in ihr ‚wohnt‘, mit den Mitteln der Kunst aufzuspüren, das Verborgene freizulegen, um es dem Vergessen, dem Tod zu entreißen. Giacometti fühlte sich gegenüber dem, was er tatsächlich sah, verpflichtet.“
Lords lebenslange Verbundenheit mit Giacometti gipfelte in der von ihm 1985 publizierten Biographie. – 3 Seiten mit Büttenrand. Minimalst gebräunt, zu den Blattkanten etwas stärker. Kaum merklich fleckig und wenige Griffknickchen. Sonst schön.