Details

Poliakoff IV 63-84.

Ausstellung:
Serge Poliakoff, Galleria Dinastia, Lissabon/Ateneu Comercial, Porto 1972, Kat.-Nr. 7, mit s/w Abb.;
Poliakoff, Galerie Pierre Levy, Paris 2011, mit farb. Abb. S. 39.

Provenienz:
Sammlung Alexandre Fernandes, Lissabon;
Privatsammlung, Genf;
Sotheby’s, London 30.11.1995, Los 136;
Privatsammlung, Europa, bei Vorgenannter erworben.

Beschreibung

Poliakoff findet in seiner Malerei ab 1935 nach und nach zu rein abstrakten Formen und lässt damit sein gegenständliches Frühwerk im Sinne der klassisch-akademischen Ausbildung hinter sich. Von nun an setzt er zunehmend die reine Farbe ohne gegenständliche Bezüge ein. Wichtige Anregungen erhält Poliakoff von Kandinsky, den er in Paris kennenlernt, dem Künstlerpaar Delaunay und auch von dem Bildhauer Otto Freundlich. Trotz dieser dominanten Einflüsse entwickelt Poliakoff schnell eine sehr individuelle und unverwechselbare Form der abstrakten Malerei. Anfangs bewegen sich seine Farbflächen noch in einem etwas gedeckteren graubraunen Farbspektrum, ab den 1950er Jahren hellt sich die Farbpallette deutlich auf und er stellt leuchtend bunte Farbflächen nebeneinander. Dabei nimmt die Dichte der Formen zur Bildmitte hin zu und ihre Konturen sind stets leicht gekrümmt, sodass sich kaum wahrnehmbare Schwingungen und Rhythmen ergeben. Die ausgewogenen Proportionen der Formen im Bildraum und die feinharmonische Abstufung der Farben führen zu einer einzigartigen, meditativen Wirkung, welche die Malerei Poliakoffs charakterisiert.