Hermann Max Pechstein

Getreideernte

Details

Die Echtheit der vorliegenden Arbeit wurde durch Alexander Pechstein, Dobersdorf, am 28.4.2018 bestätigt. Das Werk wird in die Dokumentation der Max Pechstein-Urheberrechtsgemeinschaft aufgenommen.

Provenienz:
Privatbesitz, Thüringen;
Privatsammlung, Norddeutschland, im Erbgang an den heutigen Besitzer.

Beschreibung

Arbeitende Menschen auf dem Felde, Fischer vor der Ausfahrt oder beim Flicken der Netze wie die unberührte Natur sind in den 1920er und 1930er Jahren immer wiederkehrende Themen Max Pechsteins. Die Ausflüge an den Lebasee und Garder See wie nach Rowe in Pommern regen ihn zu immer neuen Motiven an. Anfang Juli bis etwa Mitte Oktober 1930 hält sich Pechstein in Rowe und zeitweise in Leba auf. Zu dieser Zeit entsteht wohl auch die vorliegende Arbeit, die fünf Arbeiter bei der Getreideernte zeigt. In nuancierten Ocker-, Braun- und Gelbtönen, teils mit Weiß aufgehellt, bringt der Künstler das leuchtende Getreide im Vordergrund der Komposition in Szene und teilt die Felder teils perspektivisch mit einzelnen Strichen voneinander ab, womit er dem Ganzen eine räumliche Tiefe gibt. Am Horizont ragen Baumgruppen in leuchtendem Grün-Blau in den leicht verhangenen zartblauen Himmel. Mit einer gezielten Strichführung, vor allem in der Darstellung der zusammengebundenen Getreidehaufen im vorderen Teil des Bildes, strukturiert Pechstein seine Gesamtkomposition und gibt ihr Dynamik. – Rechter äußerster Blattrand mit Bleistiftstrich (ursprünglich?). Farben an den äußersten Rändern unter dem Passepartout kaum merklich dunkler. Papierbedingt minimalst wellig. Verso umlaufend mit Montierungsband. Sonst farbfrisch und in schöner Erhaltung.