Friedrich Gauermann

Rast auf dem Rückweg von der Jagd.

Details

Provenienz:
Julia Boveri, Frankfurt; Beatrix Caspar-Boveri, Mannheim, seither in süddeutschem Privatbesitz.

Beschreibung

„Meisterhaft copierte er alte Künstler, vorzugsweise Wouwerman. Heutigen Tages werden Copien von ihm sehr hochgeschätzt (…)“ schrieb Rudolf Eitelberger 1879 über Friedrich Gauermann (zit. nach: Wolfgang Krug, „Friedrich Gauermann“, Wien-München 2001, S. 14). Bereits zur Zeit seines Studiums an der Wiener Akademie von 1824 bis 1827 schulte Gauermann seine Fähigkeiten an Werken niederländischer Künstler, die er in den Privatsammlungen des österreichischen Adels kopierte. Da seine Kopien von hoher Qualität und von Sammlern begehrt waren, stellten sie für ihn zu Beginn seiner Laufbahn einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor dar. Wouwermans Vorlage für unser Bild hängt heute in der Salzburger Residenzgalerie (Inventarnummer 558), dorthin gelangte es aus der Sammlung des Wiener Grafen Czernin von Chudenitz. Gauermanns Kopie zeigt eine bemerkenswerte Virtuosität. Brillant arbeitet er die plastischen Werte der Komposition heraus, wobei sein Pinselstrich eine Präzision aufweist, die der Darstellung eine besondere Klarheit und Kontrastwirkung verleiht. Das Jagdthema lag Gauermann besonders am Herzen, er griff es später in zahlreichen eigenen Kompositionen wieder auf.