Details

Geiger 193.
Ausstellung:
„Rupprecht Geiger“, Staatsgalerie moderner Kunst/Haus der Kunst, München, 30.3.-8.5.1988, Kat. Nr. 50, mit ganzs. Abbildung (dort bezeichnet als „OE 243a“);
100 Jahre Rupprecht Geiger, Neue Nationalgalerie, Berlin, 18.7.-5.10.2008, Kat. Nr. 15; Abb. S. 63.
Provenienz:
Privatbesitz, München.

Beschreibung

Hat Geiger bis 1955 für seine Gemälde Eitempera verwendet, entstehen nun die ersten Werke in Öl. Gleichzeitig werden die Formen großflächiger, wobei dem Farbverlauf von Dunkel zu Hell und dem Kontrast der verwendeten Primärfarben eine gesteigerte Bedeutung zukommt. Zuvor notierte der Künstler in seinem Tagebuch: „Die Erkenntnis, daß die Farbe in der Malerei das primäre Element ist, müßte zu ihrer Neuentdeckung führen.“ (Tagebuch, um 1950, S. 172). In der vorliegenden Komposition sind einfache, scharfkantig akzentuierte Formen hintereinander gestaffelt und erschließen so einen weiten Bildraum. Der Hintergrund mit seinen feinen Abstufungen von Rot bis Schwarz verstärkt den Eindruck der Raumtiefe und hält die Formen in der Schwebe. – Mit wenigen kleinen Retuschen am äußersten oberen bzw. rechten Rand und vereinzelten oberflächlichen Kratzern, sonst sehr schön.