Adolf Erbslöh

Baumgruppe im Englischen Garten (Elefantenbäume).

Details

Wille 94.
Ausstellung:
„Adolf Erbslöh“, Kunst- und Museumsverein Wuppertal, 3.-8.1967, Kat.-Nr. 94; „Adolf Erbslöh: Gemälde, Zeichnung, Graphik“, Städtisches Gustav-Lübcke-Museum Hamm, 26.7.-6.9.1981, Kat.-Nr. 39; „Adolf Erbslöh, Gemälde 1903-1945“, Von der Heydt-Museum, Wuppertal 5.4.-31.5.1992, Kunsthalle Bremen 14.6.-9.8.1992, Museum im ‚Stern‘, Warburg 30.8.-11.10.1992 und Sinclair-Haus, Bad Homburg 19.10.-13.12.1992, Kat.-Nr. 47, Farbtafel 32.
Provenienz:
Aus dem Nachlass des Künstlers.

Beschreibung

Ab 1912 entwickelte Erbslöh seinen ihm eigenen, unverwechselbaren Stil. Dabei inspirieren ihn immer wieder Laubbäume in Parks, im Licht des Sommers eingefangen. Die dicht belaubten Baumkronen gibt er als massive Gebilde wider, die er in kubistisch anmutende Farbfelder aufteilt. Dieses Aufbrechen der Natur in geometrische Formen durchdringt die Fülle der Baumkronen und diszipliniert dabei den Farbauftrag und die Farbdifferenzierung. Erbslöh schwelgt nun in Schwarz umrandeten, von Blau durchsetzten Grüntönen, die hier mit gezielt gesetzten farblichen Betonungen in Rotviolett noch verstärkt leuchten. Der Farbauftrag in erkennbaren Pinselstrichen, feinstufig differenziert, erzeugt eine Lebendigkeit, die von den kleinen Wellenbewegungen der schwarzen Umrandung noch verstärkt wird. Es entsteht ein zentriertes Spannungsfeld voller rhythmischer Harmonie. Erbslöh malte das Werk in dem Jahr, in dem er als Unteroffizier und Kriegsmaler in Flandern eingesetzt wurde. Nichts jedoch in diesem Werk verweist auf die Schrecken des Krieges. Statt der zerfurchten Felder Flanderns – die er auch mit dem Pinsel festgehalten hat – malt er hier die satte, lebendige Natur und zeigt sich damit als ein Künstler auf dem Höhepunkt seines Schaffens. – In schönem Originalzustand.