Details

Oil on canvas. (C. 1847). C. 64 : 77.5 cm. Framed.
A smaller version of the painting in the Neue Pinakothek, this landscape can be seen in the context of the cycle of paintings executed for the Bavarian King Ludwig I. featuring historical sites of Greek antiquity. Aulis is the location where the Greek gathered to undertake the expedition against Troy. Rottmann evokes the mythical quality of Aulis through his luminous colours.

Beschreibung

Bierhaus-Rödiger 671, dort um 1848-50 datiert.
Erika Rödiger-Diruf datiert das stimmungsvolle Gemälde heute auf etwa 1847.
Vom August 1834 bis zum Spätsommer 1835 unternahm Carl Rottmann eine Reise nach Griechenland, um im Auftrag Königs Ludwig I. Motive für einen Gemäldezyklus zu sammeln. Von seinem Ausgangspunkt Athen aus unternahm er Exkusionen durch das vom Bürgerkrieg verwüstete Land zu geschichtsträchtigen Stätten, darunter auch das antike Aulis, das seit der Antike als Ausgangspunkt des Zuges der Griechen gegen Troja galt.
Das vorliegende Gemälde zeigt, ebenso wie die ebenfalls 1847 entstandene größere Version in der Neuen Pinakothek, München, den mythischen Ort als weite, unberührte Landschaft, die durch vereinzelte Staffage belebt wird. Nichts weist auf die einstige Größe hin, Hirten und Bauern gehen ihren alltäglichen Beschäftigungen nach. Es ist allein die meisterhafte Lichtregie des Künstlers, die den Ort in einen warmen, verheißungsvollen Glanz taucht und so zu einer Bühne für die Projektionen des Betrachters werden lässt.
Mit drei kleinen, fachmännisch hinterlegten Rissen in der Leinwand sowie einigen kleinen Retuschen und Bereibungen unten. Von sehr schönem Gesamteindruck.
Literatur: Hugo Decker, Carl Rottmann, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft, Berlin 1957, S. 83,Nr. 512a (o.Abb.).