Bieter auf allen Kanälen treiben Umsatz auf Rekordhöhe

Karl & Faber zieht nach lebhaften Frühjahrsauktionen fürs erste Halbjahr 2021 erneut eine Erfolgsbilanz

PDF | Nachbericht zu Auktionen 303, 304, 305 – Moderne & Zeitgenössische Kunst

PDF | Fotoindex Nachbericht Auktionen 303, 304, 305

  • Karl & Faber schließt die Saison mit einem neuen Rekord ab: 233 Ergebnisse liegen im fünf- und sechsstelligen Bereich, davon gab es allein 20 sechsstellige, vor allem in den gerade abgeschlossenen Auktionen 303, 304 und 305 Moderne & Zeitgenössische Kunst. Das Ergebnis des zweiten Halbjahres 2020 konnte um knapp 20 Prozent, das der vorigen Frühjahrssaison sogar um 40 Prozent gesteigert werden
  • Bieter weltweit beteiligten sich über alle Kanäle hinweg am extrem lebendigen Auktionsgeschehen. Davon nutzten allein knapp 900 den Weg übers Internet – wie die neue Karl & Faber Plattform MY Karl & Faber, die mit 250 Bietern die höchsten Zuschläge erzielte
  • Erneut beweist sich als Spezialist für die Kunst der Sammlung. Mit der Sonderauktion WEISS WHITE BIANCO BLANC erzielte das Münchner Kunstauktionshaus 180 Prozent der Schätzung, 83 Prozent der Lose wurden verkauft

„Zum Ersten, zum Zweiten und zum …“ – ehe Auktionator Dr. Rupert Keim dem Bieter das Los 914 mit dem Hammer zuschlagen konnte, „zuckte“ bereits wieder das Internet. Das hitzige Bietergefecht um Oxido 62 von Eduardo Chillida nahm neuen Anlauf und endete schließlich nach heftigem Hin und Her zwischen Saal, Telefonen und den Internetplattformen bei einem Spitzenergebnis von € 287.500* (Schätzpreis: € 120.000/160.000). Das Zuschlaggebot kam von einer spanischen Privatsammlung.
„Die Onlinekanäle beleben das Auktionsgeschehen wie noch nie“, erklärt der Geschäftsführende Gesellschafter von Karl & Faber. „Mehr als drei viertel Million Euro* haben wir bei den Auktionen Moderne & Zeitgenössische Kunst allein über die Onlineportale erzielt, mit Bietern aus aller Welt. Worüber wir uns besonders freuen: Unser neues Karl & Faber Portal MY Karl & Faber brachte dabei die höchsten Zuschläge, nämlich insgesamt € 328.200*.“ Dass sich die Investitionen des Kunstauktionshauses in digitale Innovation lohnt, zeigten bereits die Online-Only-Auktionen des ersten Halbjahrs 2021: Sie allein brachten insgesamt einen Erlös von mehr als einer halben Million Euro (€ 510.000*).

Auch bei zahlreichen anderen Losen trug das lebendige Auktionsgeschehen zu Spitzenergebnissen bei: So endete der spannende Schlagabtausch für Raphael Delormes Weiblicher Akt im Maschinenraum (Los 633) äußerst überraschend bei € 125.000* – was bei einem Schätzpreis von € 12.000/15.000 nicht nur eine enorme Preissteigerung, sondern auch einen Weltrekord für diesen Künstler bedeutet. Das Ölgemälde ging an eine US-amerikanische Sammlung. Extreme Wertsteigerungen gab es in den Auktionen Moderne Kunst auch für Wassily Kandinskys Titelholzschnitt für den Almanach Der Blaue Reiter (Los 500, € 100.000*), für Paul Signacs Antibes, vue depuis la pointe de Bacon (Los 503, € 90.000*) oder etwa für Rudolf Bellings Skulptur Organische Formen (Schreitender) (Los 520, € 75.000*). Diese Werke konnten ihren Schätzpreis nach zahlreichen Geboten aus allen Kanälen mehr als verdoppeln.

Die absoluten Spitzenpreise gab es in den Karl & Faber Abendauktionen Ausgewählter Werke natürlich für international renommierte Künstler (siehe auch Top Ten auf der nächsten Seite). So erreichten in der Modernen Kunst die beiden Ölgemälde von Auguste Renoir locker ihre Schätzpreise: Paysage avec Femme assise au milieu (Los 506) erzielte € 437.500* und Jeune femmes dans un jardin (Los 516) € 375.000*. Max Ernst belegt mit Oiseaux spectraux (Los 542) und einem Erlös von € 312.500* den dritten Platz in den Top Ten. Das Ölgemälde ging in eine deutsche Privatsammlung. Auch die anderen Surrealisten liefen gut: Die gesamte Offerte wurde verkauft. René Magrittes Buntstiftzeichnung Vogel (Los 746) erzielte € 41.250*, Hans Bellmers Bleistiftzeichnung Ohne Titel (Los 747) € 18.750*. Die Ergebnisse belegen: Die Surrealisten sind wieder im Kommen! Und nicht nur sie. Auch die Ikonen der Modernen Druckgrafik hat ihre Connaisseurs. So brachte Edvard Munchs Holzschnitt Der Kuss IV (Los 501) gute € 150.000* (gleich oberer Schätzpreis) und Emil Noldes legendäre Welle (Los 522) € 175.000* (innerhalb der Taxe).

In der Zeitgenössischen Kunst erzielten Andy Warhol, Paolo Scheggi und Günter Brus die höchsten Preise: Warhol mit Hartmut Stöcker (Los 929), der für € 225.000* in eine bedeutende US-amerikanische Privatsammlung ging, Scheggi, dessen Zone Riflesse (Los 913) für € 225.000* in München bleibt, und Brus, dessen Bestattung im Eigenblut (Los 933) die Bieter vom Schätzpreis bei € 50.000/70.000 gewaltig in die Höhe jagten: auf € 162.500*. Neben Günter Brus konnten zwei weitere österreichische Künstler Höchstpreise erzielen. So kam auch Joannis Avramidis Kopf mit Flächen I (Los 908) mit € 108.750* auf ein sechsstelliges Ergebnis, Hermann Nitschs Ohne Titel („KK 5/00“) (Los 1146) kam mit € 15.625* über seine Taxe hinaus.
Auch der Rest der Abteilung brachte stattliche Preise: Einen einmaligen gab es auch für eine einmalige Skulptur in Stephan Balkenhols Werk: Der Zauberer (Los 945) wurde von den fleißigen Bietern von einem Aufrufpreis von € 35.000 auf satte € 65.000* hochgesteigert. Magic!
Die italienische Neo-Avantgarde zeigte einmal mehr, dass ein starkes Angebot auf einem starken Markt auch starke Preise bringt: Dadamainos Volume (Los 912) fand für stolze € 35.000* (gleich obere Schätzung) ihren neuen Besitzer; Agostino Bonalumis Rosso (Los 910) kam mit € 62.500* über seine obere Taxe, während seine Arbeit Nero No. 18 (Los 911) € 95.000* erzielte.

Die Kunst der Sammlung ist Claim und erklärtes Ziel von Karl & Faber Kunstauktionen, das auch mit der Sonderauktion WEISS WHITE BIANCO BLANC einmal mehr erreicht wurde. Die Sammlung wurde fast komplett verkauft (87 Prozent der gut über 100 Lose) und brachte unter der lebendigen Leitung von Geschäftsführerin und Auktionatorin Sheila Scott mit 180 Prozent der Schätzung einen Umsatz von mehr als € 560.000*. Kein Wunder: Der tolle Fund war absolut marktfrisch, die komplette Provenienz gesichert. Die Highlights: Herbert Zangs’ Ohne Titel (Faltung) (Los 2158) mit einem Ergebnis von € 27.500* (Schätzpreis € 8.000/10.000) und Blinky Palermos Ohne Titel (Los 2114), das seine Taxe von € 8.000/12.000 mehr als deutlich auf € 27.500* steigern konnte.

 

Karl & Faber Top Ten Frühjahr 2021

Los 506 | Pierre-Auguste Renoir, Paysage avec femme assise au milieu | Ergebnis: € 437.500* | Aufruf:  € 280.000
Los 516 | Pierre-Auguste Renoir, Jeunes femmes dans un jardin | Ergebnis: € 375.000* | Aufruf:  € 240.000
Los 542 | Max Ernst, Oiseaux spectraux | Ergebnis: € 312.500* | Aufruf:  € 200.000
Los 914 | Eduardo Chillida, Oxido 62 | Ergebnis: € 287.500* | Aufruf:  € 96.000
Los 929 | Andy Warhol, Hartmut Stöcker | Ergebnis: € 225.000* | Aufruf:  € 150.000
Los 913 | Paolo Scheggi, „Zone Riflesse“  | Ergebnis: € 225.000* | Aufruf:  € 150.000
Los 507 | Wilhelm Morgner, Blauer Junge mit Sense | Ergebnis: € 225.000* | Aufruf: € 80.000
Los 522 | Emil Nolde, „Meer“ (Welle) | Ergebnis: € 175.000* | Aufruf: € 120.000
Los 933 | Günter Brus, „Bestattung im Eigenblut“ | Ergebnis: € 162.500* | Aufruf:  € 40.000
Los 501 | Edvard Munch, Der Kuss IV | Ergebnis: € 150.500 * | Aufruf:  € 100.000
Los 529 | Gabriele Münter, Bei der Gärtnerei, Murnau | Ergebnis: € 143.750 * | Aufruf:  € 100.000
*alle Angaben inkl. Aufgeld (25 %) ohne MwSt. und ohne Gewähr

Karl & Faber wurde 1923 in München gegründet und ist eines der größten Kunstauktionshäuser in Deutschland. Unter den Kunstauktionshäusern der D-A-CH-Region hat es sich seit 2010 mit am dynamischsten entwickelt (Quelle: artnet). Das Haus hat sich auf Alte Meister, Kunst des 19. Jahrhunderts, Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst spezialisiert. Ein Schwerpunkt ist die Provenienzforschung und der intensive Kontakt und Austausch mit Sammlern in aller Welt. Karl & Faber hat seinen Sitz in München mit Niederlassungen in Hamburg und Düsseldorf sowie Repräsentanzen in Tegernsee, Basel, London, Italien, Österreich und den USA. Zusätzlich zu mindestens sechs Live-Auktionen pro Jahr, führt Karl & Faber seit Frühjahr 2019 auch Online-Only-Auktionen durch. Zu den Auktionen kommen Bieter aus bis zu 90 Ländern, was die erfolgreiche internationale Ausrichtung des Hauses deutlich macht. Neben dem Auktionsgeschäft veranstaltet Karl & Faber regelmäßig Verkaufsausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst und vergibt seit 2008 gemeinsam mit der Stiftung der Kunstakademie München alle drei Jahre den Karl & Faber Kunstpreis. Das Haus engagiert sich zudem für den Münchner Kunststandort als Partner des Ausstellungsprojekts Various Others und seit 2017 als Förderer des experimentellen Kunstraums Loggia.

 

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