Details

Nicht bei Bonalumi.

Mit einem Zertifikat des Archivio Bonalumi, Mailand. Das Werk ist im Archiv unter der Nummer „64-081“ registriert.

Ausstellung:
Ausst.-Kat. Bonalumi, hrsg. von Galleria Schwarz, Mailand 1965, mit Abb. Nr. 18.

Provenienz:
Galleria Schwarz, Mailand;
Privatsammlung, Italien.

Beschreibung

Agostino Bonalumi gründet 1959 mit Enrico Castellani und Piero Manzoni die „Galleria Azimut“, zusammen geben sie die gleichnamige Zeitschrift heraus, in deren erster Ausgabe die Leitmotive der Künstler formuliert werden: Jedes Kunstwerk ist autonom, verweist auf sich selbst und besitzt seine eigene Realität und Authentizität, Kunst bildet nichts nach. Der Mailänder Kreis um Azimut tritt das Erbe von Fontana an, alle dort vertretenen Künstler experimentieren mit einer neuen Auffassung von Malerei als raumplastischem Farbkörper.
In diesem Sinne entstehen Bonalumis „pittura oggetto“, Malereiobjekte, die körperliche Präsenz im Raum entfalten. Bonalumi modelliert die Leinwände mittels einer Unterfütterung, die es ihm ermöglicht, die unterschiedlichsten Gebilde zu formen.
Ausgehend von einigen wenigen Farben wie Schwarz oder Rot, die durch synthetische Farbstoffe aufgebracht werden, nehmen die Arbeiten die Form von autonomen Farbkörpern an, deren monochrome Farbgebung die dreidimensionale Wirkung sowie das Spiel von Licht und Schatten verstärkt.