Nach Johann Evangelist Holzer

Die Kreuztragung des Kaisers Heraklius

Details

Provenienz:
Privatbesitz, Hessen.

Beschreibung

Der Legende nach wurde das Kreuz Christi, für das Helena in Jerusalem die Grabeskirche hatte errichten lassen, vom Perserkönig Chosroes II. geraubt. Unser Gemälde zeigt den Moment, in dem Heraklius, Kaiser von Byzanz, das zurückeroberte Kreuz wieder in die Heilige Stadt bringt, doch wird ihm aufgrund seiner prachtvollen Gewänder der Zutritt verwehrt. Von Bischof Zacharias darauf hingewiesen, nimmt ein Page Heraklius‘ Mantel entgegen, ein anderer öffnet dessen Sandalen, denn nur barfüßig und nur mit einem Hemd bekleidet darf er die Stadt betreten. Die effektvoll ausgeleuchtete und mit kräftigen Farbakzenten versehene Komposition wiederholt formatgleich ein Gemälde von dem Augsburger Johann Evangelist Holzer aus dem Jahre 1736, das sich heute in Innsbruck im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum befindet. Unser Gemälde dürfte in unmittelbarer Nachfolge, möglicherweise noch in Holzers Werkstatt, entstanden sein.