Gillis Claesz. D‘ Hondecoeter

Felsige Landschaft mit Vieh und Reisenden auf einer Landstraße

Details

Literatur:
Kunst i privat eje, hrsg. v. V. Winke & Magnussen, Kopenhagen 1945, Bd. 3, S. 166.

Ausstellung:
Exhibition of 17th and 18th century old masters, Ausst.-Kat. Gallery Lasson, London 1965.

Provenienz:
Sammlung van Spaendonck, Tilburg;
Sammlung G. Sadolin, Dragør/Kopenhagen (um 1945, wahrscheinlich schon seit 1934 in der Sammlung);
Lasson Gallery, London, März–April 1965 (mit Anzeige im Connoisseur, Mai 1965);
Kunsthandel A. v/d Meer, Amsterdam, 1965–66 (mit Anzeige in der Weltkunst, Dezember 1965);
Kunsthandel Pieter de Boer, Amsterdam, 1966–67, Kat. Nr. 23;
Sotheby’s, London, Auktion 9. November 1999, Los 31;
Gebr. Douwes Fine Art, Amsterdam, Kat. Nr. 8456;
dort vom Besitzer erworben und seitdem in Privatsammlung, Rheinland.

Beschreibung

Das weite Querformat bietet eine Panoramalandschaft, die durch atmosphärische Effekte und eine kontrastreiche Linienführung belebt wird. Links erhebt sich ein großer, bizarr geformter Felsen, der tiefe Schatten über eine vom unteren Bildrand in die Bildtiefe führende Landstraße mit Tieren wirft. Rechts schweift der Blick über hintereinander gestaffelte, bewaldete Hügelketten bis zum niedrig angelegten Horizont.
Ein im Œuvre von d’Hondecoeter besonders beliebtes Motiv sind gesplitterte Baumstämme, wie sie auch von Roelant Savery bekannt sind. Dessen noch in der spätmanieristischen Tradition beheimatete Kunst war für das Schaffen von Gillis d’Hondecoeter vorbildhaft.
Gillis d’Hondecoeter entstammte einer protestantischen Künstlerfamilie flämischen Ursprungs. Er war der Vater des Malers Gysbert (1604-1653) und der Großvater des Tiermalers Melchior d’Hondecoeter.