Willi Baumeister

Mit weißem Oval

Details

Beye/Baumeister 856.

Literatur:
Grohmann, Will, Willi Baumeister – Leben und Werk, Köln 1963, WVZ-Nr. 596.

Provenienz:
Rogi André, Paris;
Änne Abels, Köln;
Hauswedell & Nolte, Auktion 160, Hamburg 24./25.6.1968, Los 133, mit Abb. (auf dem Kopf stehend);
Irving Galleries, Milwaukee;
Privatsammlung, Kansas, USA.

Beschreibung

Das vorliegende Werk gehört laut Werkverzeichnis zur Gruppe „Eidos- Vorstufen, Hauptbilder, Nachklang“, einer Phase, die die Jahre 1938 bis 1942 in Baumeisters Œuvre umfasst. 1938 betitelt der Künstler zum ersten Mal ein Werk mit Eidos – dabei ist sein genaues Verständnis dieses griechischen Worts für Form, Gestalt oder Aussehen jedoch nicht überliefert. Diese gestalt- und farbreichen Eidos-Bilder entstanden aus seinem Interesse an Goethes Vorstellung von Urpflanzenformen. Nun reduzieren sich dementsprechend die Bezüge zur menschlichen Figur, Farb- und Flächenformen gewinnen an Bedeutung. Amöbengleiche Formgebilde scheinen auf der Oberfläche des Bildes zu schweben. Dabei bleibt jedoch stets ein gewisser figurativer Grundwert bestehen. So meint man auch in dem vorliegenden Gemälde ein Gesicht, das weiße Oval, zu erkennen, samt kleinen Augen, langer Nase, Strichmund und einem grünen Gebilde, das einen Bart darstellen könnte. – Doubliert.