Details

Provenienz:
Privatbesitz, Rheinland.

Beschreibung

Von späterer Hand auf dem Hocker vorne rechts mit dem Monogramm der Judith Leyster versehen. Fröhliche Bordellszenen waren im Kreis um Jan Miense Molenaer und Judith Leyster ein beliebtes Bildthema. Hier haben sich zehn Frauen unterschiedlichen Alters um einen am Boden liegenden Mann versammelt, der von der rechts knienden Frau mit einer Pfauenfeder an der Wange gekitzelt wird. Mit energischem Griff sorgt sie dafür, dass er sich aus dieser Lage nicht mehr selber befreien kann. Im Hintergrund rechts wird ein weiterer Mann recht unsanft verabschiedet. Umgefallenes Geschirr auf dem Tisch und herabfallende Teller zeugen vom disharmonischen Ausgang dieser Begegnung. Derartige Szenen enthielten in der niederländischen Kunst immer auch ein moralisierendes Element: Die Warnung vor einem ausschweifenden Leben war für den zeitgenössischen Betrachter unübersehbar.