Beschreibung

Mit der „heiligen Nacht“ beschäftigte der Künstler sich besonders intensiv in den Jahren 1888/89, als er das gleichnamige Triptychon (Staatliche Kunstsammlungen, Dresden) schuf. Im Zusammenhang mit den verschiedenen Versionen dieses Themas ist wohl auch die vorliegende Ölskizze entstanden. Sie zeigt exemplarisch, wie Uhde der religiösen Malerei einen neuen, realistischen Aspekt verleiht. Das biblische Geschehen findet wie eine Lichterscheinung unter dem Christbaum statt, genau dort, wo üblicherweise die Krippe ihren Platz hat. Schauplatz ist aber nicht das bürgerliche Wohnzimmer, sondern ein Kinderheim, dessen kleine Insassen teilweise hingerissen das Wunder bestaunen, teilweise jedoch, davon abgewendet, alle Konzentration dem Spielzeug widmen. Nachdem seine Frau kurz zuvor bei der Geburt des dritten Kindes gestorben war, lag das Thema der mutterlosen Kinder Uhde besonders am Herzen. – Signatur leicht berieben. Linke untere Ecke mit Knickspur. Rechter Rand mit kleinem Riss. Von schönem Gesamteindruck.
Provenienz: Joseph Wopfner, München, verso auf dem Malkarton mit dem Nachlassstempel; Privatbesitz, Süddeutschland.

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