Otto Mueller

Two models in a studio

Details

Pirsig-Marshall/Von Lüttichau P1929/08 (dort “um 1929” datiert).

Literatur:
Mück, Hans-Dieter, Bausteine zur Werkbiographie von Otto Mueller (1874-1930). Mit einer kommentierten Edition von 170 Dokumenten (1895-1942), Weimar 2020, S. 8, Dok. 166 und Tafel 35 (= Jahrbuch der Otto Mueller-Gesellschaft, Band VI/VII, Erscheinungsdatum Dezember 2020).

Ausstellung:
Expressionismus, Galerie Nierendorf, Berlin 1967, Nr. 77;
Otto Mueller. Eine Retrospektive, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München/Folkwangmuseum, Essen 2003, Kat.-Nr. 171, mit farb. Abb., verso auf der Rahmenrückwand mit dem Etikett;
Von der Leichtigkeit des Seins. Otto Mueller 1874-1930. Gemälde, Aquarelle, Farbkreide-Zeichnungen, Druckgraphik, Briefe aus der Sammlung Karsch, Berlin, und einer Privatsammlung, Kunsthaus Apolda Avantgarde, Apolda 2008, Kat.-Nr. 136, farb. Abb. S. 163 (Bd. 1);
Einfach, Eigen, Einzig, Otto Mueller 1874-1930. Wegbereiter der ‚Künstlergruppe Brücke‘ und deren ‚selbstverständliches Mitglied‘, Zwickau u.a. 2012/2013, Kat.-Nr. 115, farb. Abb. 101 (Bd. 1).

Provenienz:
Nachlass des Künstlers, verso mit dem Nachlassstempel sowie der Signatur von Erich Heckel (Lugt 1829d);
Galerie Nierendorf, Berlin 1967;
Wolfgang Ketterer, München 31.5.1988, Los 910, Abb. S. 211;
Galerie Schwarzer, Düsseldorf 1988;
Lempertz, Köln 25.5.1990, Los 358, Farbtafel 19;
Ketterer, München 30.5.1995, Los 39, farb. Abb.;
Ketterer, München 4.12.1995, Los 26, farb. Abb.;
Galerie Thomas, München, 1992;
Privatsammlung, Deutschland;
Privatbesitz, Deutschland.

Description

Laut neuesten Recherchen von Herrn Dr. Hans-Dieter Mück entsteht diese großformatige, farbige Arbeit bereits 1927 in Breslau und nicht wie im Werkverzeichnis angegeben erst “um 1929”. Mara, Ottos Schwester, schreibt am 5. Dezember 1927 an ihren Mann, den Maler Paul Kother: “Gestern traf ich Ivo Hauptmann, der Otto (Mueller) in Breslau (wohl Ende November) besucht hat, der (Ferdinand) Möller 11 Bilder (für dessen neue, im Juni 1927 eröffnete Galerie in Berlin-W., Schöneberger Ufer 38) schicken soll, darunter eigenartige gelbe und grüne Akte. (…) Otto verkauft seine Landschaften jetzt für 3000 M(ark) und Figurenbilder sogar für 4000 M(ark) – ich staune über diese Preise. (…)”. Demnach kann das Blatt mit den grünen Akten entweder von März bis Juni oder spätestens im Oktober oder November 1927 im Breslauer Akademie-Atelier entstanden sein. Denn vor März arbeitete Mueller noch an der Fertigstellung der ‚Zigeuner‘-Mappe und nach Juni bis Mitte September war er auf Reisen in Ungarn und Rumänien. (Hans-Dieter Mück, Weimar 2020, S. 8, Dok. 166 und Tafel 35).