Emile-Othon Friesz

Nature morte à la faïence.

Details

Still life with faience ware. Oil on canvas. (19)09. C. 46.5 : 38.5 cm. Signed lower left. Framed. This work will be included in the forthcoming 2nd volume of the catalogue raisonné of paintings, currently being prepared by Odile Aittouarès.

Description

Frau Odile Aittouarès wird das Werk in dem in Vorbereitung befindlichen zweiten Band des Werkverzeichnisses der Gemälde des Künstlers aufnehmen.
Ausgelöst durch den berühmten Salon d’automne von 1904 wandte sich Friesz kurzzeitig dem Fauve-Stil zu und nahm die anti-naturalistische Farbpalette dieser Gruppe an. Doch schon im Sommer 1907, den er mit Braque malend in La Ciotat im französischen Midi verbrachte, begann er, dem Beispiel Cézannes zu folgen: Nun widmete er sich verstärkt dem bildnerischen Aufbau, der unter den farblichen Exzessen des Fauvismus zu verschwinden drohte. In diesem Stillleben greift er gleich zwei Themen Cézannes auf: zum Einen das Stillleben als eigenes Thema, zum Anderen die Badende, in einer arkadischen Landschaft dargestellt, wie sie hier auf der Vase im Hintergrund zu erkennen ist. Wie Cézanne wollte auch er eine Verbindung zwischen zeitgenössischer Malerei und klassischer Tradition herstellen. So bleibt sein Stillleben ein klar strukturiertes Werk in gedämpften Farben. Ein diagonaler Aufbau leitet den Blick von den hellen Köpfen der Alpenveilchen über die Badende bis zur Zigarette in der rechten unteren Ecke, mit der Friesz eine menschliche, bewegte Komponente in das Stillleben einbaut. Die Gefäße sind hintereinander angeordnet, aber überlappen kaum. In klassischer Art wird jedes Objekt isoliert dargestellt, um sich zu einem ruhigen Ensemble zusammenzufügen. – In ausgezeichnetem Originalzustand.
Provenienz: Privatbesitz, Schweiz.