Tsuguharu Foujita

Autoportrait à la pipe.

Details

Pencil on tracing paper, laid down on wove. 1924. C. 28 : 25.5 cm. Signed and dated lower right. Framed.

Description

Tsuguharu Foujita stellt sich in vorliegendem Selbstporträt beim Anstecken seiner Pfeife mit dem verlöschenden Streichholz in der Rechten als sensiblen Genussmenschen dar. Mit markanter Hornbrille und stets akkurat geschnittenen Haaren gehörte er im Paris der 10er Jahre des 20. Jahrhunderts zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Kunstszene. Ausgebildet an der Kaiserlichen Kunstakademie der Schönen Künste in Tokio, den Tenno Mutsuhito zu seinen Kunden zählend, war er schon früh beauftragt worden, die koreanische Kaiserin Sunjeong zu porträtieren. 1913 übersiedelte der exzentrische Künstler an den Montparnasse in Paris und traf dort auf Georges Braque, Henri Matisse, Fernand Léger, Jean Cocteau und Juan Gris, deren Werke ihn beeinflussen sollten. Mit Amedeo Modigliani verband ihn ebenso wie mit Picasso bald eine enge Freundschaft. 1917 hatte er in Paris seine erste Ausstellung, die Aufmerksamkeit erregte, da er in seinen Werken Elemente der traditionellen japanischen Kunst mit den modernsten Strömungen der zeitgenössischen europäischen Malerei verknüpfte. Seit 1925 waren seine Werke in zahlreichen bedeutenden Ausstellungen in Paris, Berlin, London, New York und Chicago zu sehen. – Die Zeichnung in zwei Teilen vom Künstler auf einen Untersatzbogen aufgelegt. Papier etwas gebräunt und mit kleinen Braunfleckchen und leichten Erhaltungsmängeln, ansonsten gut.