Sigmar Polke

Ohne Titel (Schleifenbild).

Details

Untitled (Loops). Brush and ink, body colour and spray paint on firm wove from “SCHOELLERSHAMMER”. 1989. C. 101 : 73 cm (sheet). Signed, dated and inscribed with dedication lower right. Framed under perspex.
Having used the modular grid as early as during the Sixties, Polke gives it a completely new emphasis twenty years later. Now, his focus is on technical experiment as well as on a close examination of art history. His series of “loop paintings” in the Pinakothek der Moderne, Munich, executed roughly at the same time as the present work, uses ornaments from a Dürer woodcut as focal points for abstract compositions. In this manner, and as with the present work, Polke creates multi-layered images allowing for a complex spectrum of interpretation.

Descrizione

Punktraster spielen bereits in Polkes Werk in den sechziger Jahren eine Rolle. Zu diesem Zeitpunkt verwendete er häufig triviale Zeitungsmotive als Bildvorlage und stellte das Raster – im Gegensatz zum mechanischen Vorgehen bei Roy Lichtenstein – manuell her, mit dem Resultat, dass es teilweise ungenau und verwischt erschien. In den achziger Jahren verschiebt sich sein Schwerpunkt zugunsten des technischen Experiments: Der Künstler arbeitet mit zum Teil unerprobten Farbstoffen und Chemikalien, die den Entstehungsprozess des Werks nur noch bedingt steuerbar machen. Gleichzeitig wendet er sich intensiv dem breiten Feld der europäischen Kunstgeschichte zu. Seine etwa zur gleichen Zeit entstandenen “Schleifenbilder” in der Pinakothek der Moderne in München greifen Ornamente aus dem “Großen Triumphwagen” Albrecht Dürers heraus und stellen sie in den Mittelpunkt abstrakter Kompositionen. So entstehen, wie in der vorliegenden Arbeit, komplexe, vielschichtige Werke mit mehreren Rezeptionsebenen.