Details

Nicht bei Hofmann/Präger.
Mit einem schriftlichen Gutachten von Dr. Christmut Präger, Heidelberg, vom 12.8.2019. Das Werk wird in die in Vorbereitung befindliche Neuausgabe des Werkverzeichnisses aufgenommen.

Ausstellung:
Georg Schrimpf Gedächtnisausstellung, Galerie von der Heyde, Berlin 1939.

Provenienz:
1921 direkt vom Künstler erworben;
seitdem Privatbesitz, Süddeutschland.

Description

Verso auf der Rahmenrückpappe handschriftlich bezeichnet.

In seinem Gutachten zu diesem Werk schreibt Dr. Präger: “Mit dem Thema des Bildes hat Georg Schrimpf – wohl unter dem Eindruck der kriegerischen Zeiten – in erster Linie eine Idylle geschaffen, die den Menschen im friedlichen Einklang mit der Natur zeigt; mancher Betrachter mag darin auch eine Darstellung der Hl. Agnes gesehen haben.
Georg Schrimpf und seine erste Frau Maria Uhden fertigten auch eine Reihe von kunstgewerblichen Arbeiten (z.B. Hinterglasbilder, Glasmalereien, Lesezeichen und Buchumschläge) an, um während der schwierigen Kriegsjahre Geld verdienen zu können. Die Herstellung von solchen kunsthandwerklichen Gegenständen wurde durch den Münchener Kunsthändler Hans Goltz (1873–1927) gefördert, wie es eine Notiz Goltz’ von Januar 1920 belegt: ,Die vielen Freunde der Glasbilder Georg Schrimpfs (…) legen mir den Gedanken nahe, diesen Kunstzweig auch fernerhin zu pflegen‘.
Die durch formale Reduktion erzeugte Einfachheit und Klarheit der Hinterglasmalerei wirkte im frühen 20. Jahrhundert auf jene Künstler, die sich von überkommenen Auffassungen akademischer Malerei lösen wollten, so etwa Paul Klee oder die Künstler des ‚Blauen Reiter‘ in München oder des Berliner ‚Sturm‘-Kreises. Dass auch der junge Künstler Georg Schrimpf zu diesen Künstlern der Moderne zu zählen ist, kann das Werk anschaulich belegen. Aus stilistischen und inhaltlichen Gründen datierte ich dieses Werk in die Jahre 1917 bis 1919.” – Zur Katalogisierung nicht ausgerahmt. Vereinzelte kleine Alterungsspuren, insgesamt in guter Erhaltung.