Maxime Maufra

Mauvais temps à Dinard

Details

Literatur:
Alexandre A., Maxime Maufra, Paris 1926, S. 201.

Provenienz:
Galerie Durand-Ruel, Paris, No. 5604, Etikett verso auf Keilrahmen, dort mit dem Titel: Mauvais temps;
Galerie G. Abels, Köln, Etikett verso auf dem Keilrahmen;
Sammlung Walter Franz, Köln;
Lempertz, Auktion 600, Köln 2./4.6.1984, Los 218, Tafel 56, s/w-Abb., dort mit dem Titel: Mauvais temps à Dinant;
Christie’s London, Auktion 6555, 5.2.2002, Los 126, mit farb. Abb.;
Privatsammlung, Baden-Württemberg.

Description

Verso: Kleine Skizze. Kohle.
Maufra fängt hier in impressionistischer, heiterer Manier eine stimmungsvolle Strandszene bei Dinard in der Bretagne ein. Im 19. Jahrhundert war Dinard vor allem bei wohlhabenden Engländern beliebt, was zum Bau von zahlreichen Villen in der Gegend führte. Ende der 1880er Jahre entwickelte sich der Ort zum ersten Seebad Frankreichs.
Maufra führt hier das wild tosende Meer, das sich an den Felsen bricht, in zarten Blau- und Lilaschattierungen mit viel Weiß aus. Es handelt sich um einen wolkenverhangenen, regnerischen Tag. Die aufgetürmten Wolken am Horizont führt Maufra in ähnlichen hellen Tönen aus, setzt die dahinter kaum mehr sichtbare Küste, die Felsformationen rechts und im Wasser wie den noch knapp zu erkennenden Strand in Ocker-, Braun-, Orange- und Violetttönen davon harmonisch ab. Ab 1890 konzentriert sich Maufra ausschließlich auf die Malerei, verlässt Nantes und zieht in die Bretagne, wo er Paul Gauguin und Paul Sérusier kennenlernt. Er widmete einen großen Teil seines Œuvres der Schönheit der Natur.