Details

Henze 1973/3.
Ausstellung:
“Eduard Bargheer”, Galerie Refugium Walter Koch, Hannover 1973, Liste Nr. 3;
“Eduard Bargheer”, Gesellschaft Bildender Künstler und Kunstfreunde, Palais Walderdorff, Trier 1973, Liste Nr. 3 mit fab. Abb. auf dem Plakat;
Walz Kunsthandel, Überlingen 2011, Liste Nr. 1;
Galerie Thomas, München 2013.
Provenienz:
Privatsammlung, Thurgau, Schweiz;
Privatsammlung, Hamburg;
Pivatsammlung, Hannover.

Description

Verso mit einem voll ausgeführten Selbstbildnis im Hochformat, im veristischen Stil der Neuen Sachlichkeit wohl Anfang der 1920er Jahre entstanden. Hierbei handelt es sich wohl um das früheste erhaltene Selbstbildnis des Künstlers.
Forio auf Ischia wurde ab 1947 zu einem wichtigen Fixpunkt im Leben von Bargheer. Hier fand er 1948 zu seinem ihm eigenen Stil, in dem er die Landschaft und Natur in einer Gitterstruktur erfasste. Das Licht und die Formen der Landschaft, die geschachtelten Häuser mit ihren Flachdächern und immer wieder die spitzen oder abgerundeten Bäume werden zu seinen bevorzugten Themen. Mit breiten, bewegten Pinselstrichen fängt er die intensiven Form- und Farberfahrungen des Südens ein. Dabei löst er die Logik der Perspektive und des Blickwinkels auf. Gleichzeitig versteht er seine Werke nicht als Momentaufnahmen einer Ansicht. Vielmehr meint er: “Ein vielschichtiges Nacheinander räumlichen Erlebens und Beobachtens hat sich zum Bild ineinander zu verweben. Damit ist aber die Gleichzeitigkeit von Zeit und Raum aufgehoben.” In seiner Spätphase werden die Kompositionen zunehmend von geometrischen Formen bestimmt, die durch ihr universelles Verständnis noch zeitloser wirken. So setzt sich die vorliegende Ansicht einer südlichen Stadt aus Kreisen, Rechtecken und Dreiecken zusammen. Unterstützt durch die zarten Pastelltöne wirkt diese Ansicht besonders ruhig und harmonisch.