Pablo Picasso

Homme à l’agneau, mangeur de pastèque et flûtiste

Details

Zervos XXVII, 436; The Picasso Project 67-042.

Ausstellung:
Picasso: Dessins 1966 – 1967, Galerie Louise Leiris, Paris 1968, Kat.-Nr. 11, mit Abb. S. 10;
A Picasso Bestiary, Croydon Museum, London 1995, mit dem Ausstellungsetikett verso auf der Rahmenrückwand, ohne Kat.-Nr., mit Abb. S. 131.

Provenienz:
Galerie Heinz Berggruen, Paris (Leihgeber zur Ausstellung 1968);
Thomas Ammann Fine Art, Zürich;
Privatsammlung, Süddeutschland.

Descrizione

Das vorliegende Werk gehört zu einer Reihe von Zeichnungen mit ähnlichen Themen, die Picasso 1967 anfertigt. Die Szene erinnert thematisch an Gemälde von Künstlern des Barock und spiegelt deren starken Einfluss auf die Arbeiten Picassos wider. Der Künstler verwendet gerne Bildzitate von Malern wie Caravaggio, Murillo, Velazquez und den Brüdern Le Nain, von denen sich die Kopie eines Gemäldes in Picassos persönlicher Sammlung befand (“La halte du cavalier”, Musée Picasso, Paris). Die Brüder Le Nain stellen oft Bauern oder Bauernfamilien in ländlicher Umgebung dar. Ihre Figuren, umgeben von Haustieren, werden – wie bei Picasso – ebenfalls häufig beim Essen oder Flötenspielen gezeigt. Wie bei vielen seiner Arbeiten aus dieser Zeit vermischt und bearbeitet Picasso seine Quellen: Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt ist die Wassermelonenscheibe in seinem Gemälde “Les Demoiselles d’Avignon” von 1907 (Museum of Modern Art, New York) – ein Element, das man immer wieder im Werk des Künstlers findet, aufgeladen mit symbolischen Bedeutungen, die mit der mediterranen Tradition, dem Sommer, der Hitze und dem sinnlichen Verzehr der Frucht verbunden sind. – Mit vereinzelten Wischspuren (wohl Atelierspuren). In guter Erhaltung.