Kunstvolle Verkäufe. Wie man Tradition und Zukunft mit Begeisterung verbindet

Seit über 90 Jahren gehört das Auktionshaus Karl&Faber zu den erfahrensten und renommiertesten seiner Zunft. Die Grundfesten des Unternehmens sind Fachkompetenz und Sorgfalt, ein extensives, weltweites Netzwerk und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Experten.
Und eine unbändige Begeisterung für die Kunst.

Profil

Karl&Faber gehört zu den renommiertesten Auktionshäusern Deutschlands und kann auf über 90 Jahre erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblicken. Zu unseren obersten Prinzipien gehörten schon immer Fachkompetenz und Sorgfalt, Marktkenntnis und Internationalität unserer Experten sowie vertrauensvoller Austausch und persönlicher Service. Auf dieser Basis beraten wir Sie und engagieren uns für Ihre Erfolge im internationalen Kunstmarkt. Im Laufe der Jahrzehnte baute Karl&Faber ein weltweites Netzwerk von renommierten Kunstexperten in Museen, Forschungseinrichtungen und Stiftungen auf, das es uns ermöglicht – im Interesse von Einlieferern wie von Käufern – die Provenienz angebotener Werke durch hochkarätige Expertisen abzusichern. Durch unsere internationalen Kontakte können wir außerdem Kunstobjekte gezielt Privatsammlern, Museen und qualifizierten Händlern auf der ganzen Welt anbieten. Wir sind der Geschichte des Hauses verpflichtet und gleichzeitig daran interessiert, neue Entwicklungen auf dem Kunstmarkt in Ihrem Interesse in das Programm des Hauses aufzunehmen.

Unsere Topergebnisse

Geschichte

1923 gründen der Kunsthistoriker Georg Karl und der Germanist Curt von Faber du Faur das Auktionshaus in München. Der Schwerpunkt des Kunst- und Literatur-Antiquariats liegt zunächst auf Buchverkäufen und -versteigerungen im Gärtnerplatzviertel und später am Karolinenplatz. Die erste Auktion findet 1927 statt: Das Spitzenlos »Der abenteuerliche Simplicissimus« von Grimmelshausen aus der Sammlung Victor Manheimer erzielt ein stattliches Ergebnis von 1750 Goldmark. Ein Jahr danach nimmt Curt von Faber du Faur den Ruf zu einer Professur in Yale an und steigt aus dem operativen Geschäft aus. Georg Karl führt fortan die Geschäfte allein: In den Folgejahren finden bedeutende Auktionen wie etwa die Versteigerung bibliophiler Kostbarkeiten aus der Bibliothek des Augsburger Patriziers Marcus Fugger (1529-1597) oder von Werken aus der Sammlung der Fürsten Oettingen-Wallerstein statt. Die 25. und letzte Auktion der Kriegsjahre wird im Jahr 1944 aus Sicherheitsgründen nach Murnau verlegt. In den Nachkriegsjahren wird in der 30. Auktion des Hauses zum ersten Mal separat Kunst versteigert.
Louis Karl, der damals 19jährige Sohn von Georg Karl, tritt 1961 als Auktionator ein und übernimmt das Unternehmen zehn Jahre später als alleiniger Inhaber. Im Laufe der Jahre verlagert er den Schwerpunkt des Hauses vom Buch auf die Kunst und leitet den Aufbruch in die Moderne ein. Es beginnt eine intensive Zusammenarbeit mit US- amerikanischen Sammlern, die bis heute anhält. Louis Karl zeigt außerdem regelmäßig Ausstellungen und versteigert mit großem Erfolg Sammlungen wie die des Verlegers Reinhard Piper, der ein Freund der Künstler Barlach, Beckmann und Kubin war.
Im Jahr 2003 erwerben Rupert Keim und seine Familie das Unternehmen. Das Angebot an Zeitgenössischer Kunst wird erweitert und das Netzwerk um Repräsentanzen ausgebaut. Gleichzeitig knüpft auch die neue Geschäftsführung an die Traditionen des Hauses an und führt bedeutende Versteigerungen aus wie die Auktionen der Sammlung Walter Bareiss (2007) oder eines Teils der Sammlung Marvin und Janet Fishman (2010). Letztere wird die erfolgreichste Auktion einer Einzelsammlung deutscher Kunst der 1920er und 30er Jahre. Bei der Versteigerung ausgewählter Werke der Sammlung Gunter Sachs 2014 können dank der großen Nachfrage mit starker internationaler Beteiligung nahezu alle Lose aus der Sammlung zugeschlagen werden.

 

Zeitgenössische Kunst

Der zeitgenössische Kunstmarkt wächst stetig und unbeirrt. Mit starken Ergebnissen und durch kenntnisreiche Vermarktung gestaltet Karl&Faber diese Entwicklung mit. Unser Engagement zahlt sich aus: Heute zählen wir zu den führenden deutschen Kunstauktionshäusern. In unseren Auktionen gelingt es uns, die wichtigsten Strömungen der zweiten Hälfte des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts repräsentativ abzubilden: Einen verlässlichen Platz haben die Künstler des Informel wie Gerhard Hoehme, Emil Schumacher, Sonderborg oder Fred Thieler. Für Multiples von Joseph Beuys, einer der zentralen Figuren der zeitgenössischen Kunst, erzielen wir Höchstpreise. Gemäß der Geschichte unseres Hauses und der damit verbundenen hohen Expertise für Arbeiten auf Papier sind wir heute eine feste Größe im Handel mit Grafik der Pop Art. Schließlich reicht das Programm bis zu den sich aktuell im Auktionsmarkt etablierenden Positionen der Malerei und Skulptur.

Moderne Kunst

Die Klassische Moderne ist seit den 1950er Jahren eine tragende Säule des Hauses. Karl&Faber werden von europäischen und US-amerikanischen Sammlern regelmäßig bedeutende Werke anvertraut, darunter auch herausragende Sammlungen. Darunter ein Teil der Sammlung Marvin und Janet Fishman (2010) – die erfolgreichste Auktion einer Einzelsammlung deutscher Kunst der 1920er und 30er Jahre. Die Vertreter der wichtigsten Künstlergruppen der Moderne sind mit ihren Werken regelmäßig auf unseren Auktionen zu finden: Arbeiten aus dem Umfeld des Blauen Reiters, darunter Kandinsky, Jawlensky, Münter und Kubin. Auch die Brücke-Künstler und besonders Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff und Nolde formen einen weiteren, festen Teil unseres Angebots. Dabei konnten wir gemäß der Tradition unseres Hauses besonders für die Papierarbeiten dieser Künstler Höchstpreise erzielen. Unser Programm umfasst neben Gemälden und Arbeiten auf Papier ebenfalls hochwertige Druckgraphik und Skulpturen.

Kunst des 19. Jahrhunderts

Seit Jahrzehnten nimmt die Kunst des 19. Jahrhunderts bei Karl&Faber einen festen Platz ein. Traditionell liegt hierbei ein Schwerpunkt auf Arbeiten auf Papier, jedoch hat das Haus gerade in den letzten Jahren sein Angebot sehr erfolgreich auch im Bereich der Gemälde dieser Epoche erweitern können. 2007 wurden uns eine süddeutsche Privatsammlung mit über 40 Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafiken Adrian Ludwig Richters sowie die Zeichnungssammlung des US-amerikanischen Sammlers deutscher Herkunft, Walter Bareiss, anvertraut. Im Herbst 2008 erreichte uns mit der Sammlung des Juristen Johann Nepomuk Seiler eine Sammlung von Zeichnungen und Druckgrafik, welche seit über 120 Jahren nicht mehr das Licht der Öffentlichkeit erblickt hatte. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem den süddeutschen Künstlern aus der Zeit um 1800, wie Franz und Wilhelm von Kobell, Johann Georg von Dillis und Cantius Dillis, für deren Arbeiten Karl&Faber regelmäßig Spitzenergebnisse erzielt.

Alte Meister

Seinen weltweiten Ruf begründet Karl&Faber mit der Versteigerung und dem Verkauf von Büchern und der Druckgrafik Alter Meister. Bedeutende Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte von Künstlern wie Albrecht Dürer, Martin Schongauer, Albrecht Altdorfer und Rembrandt wurden in den letzten Jahren an eine internationale Kundschaft erfolgreich versteigert. Das Angebot umfasste komplette druckgrafische Folgen, z.B. Dürers „Kleine Holzschnittpassion“ oder das „Marienleben“ aus bedeutenden Sammlungen wie auch berühmte Einzelblätter des Meisters in prachtvollen Abzügen, etwa die Meisterstiche „Melancolia I“ oder den „Hieronymus im Gehäuse“. Für die Kupferstiche Martin Schongauers erzielen wir regelmäßig Höchstpreise. Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung liegt auf den Zeichnungen Alter Meister. Nach regen Bietergefechten konnten wir in den letzten Auktionen erfolgreich Blätter u.a. von Giovanni Battista Tiepolo, Jusepe de Ribera und Claude Lorrain verkaufen.