Auktion 289 | 05.06.2019 16:00 Uhr | Moderne Kunst

Ernst Wilhelm Nay | Jütland

Ernst Wilhelm Nay: Jütland

Los 547 – Highlight

  • Ergebnis:  56.300*

Ernst Wilhelm Nay

1902 Berlin – Köln 1968

Jütland

Gouache auf festem Aquarellpapier. (19)54. Ca. 42 x 60 cm. Signiert und datiert unten rechts.

Details

Claesges III 54-053.
Mit einer Fotoexpertise von Elisabeth Nay-Scheibler, Köln, vom 15.12.1988.

Ausstellungen:
Blickpunkte VI, Galerie Neher, Essen 1987, Abb. S. 51; Blickpunkte. Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert, Galerie Neher, Essen 1987, Bd. 2, S. 76, Abb. S. 77; Die Kunst der Aquarelle, Galerie Neher, Essen 1988, S. 38, Abb. S. 39; Deutsche Kunst in den 50er und 60er Jahren. Graphiken, Aquarelle, Gemälde, Skulpturen, Galerie Neher, Essen 1988, S. 118.

Provenienz: Galerie Herbert Meyer-Ellinger, Frankfurt/Main 1986; Galerie Sander, Darmstadt 1986;
Privatbesitz, Deutschland (wohl Sachsen);
Galerie Neher, Essen;
Galerie Manfred Rech, Haan;
Privatsammlung, Deutschland, 1988 bei Vorgenanntem erworben;
Privatbesitz, Süddeutschland.

Beschreibung

Die Gouache entsteht 1954 während eines Aufenthaltes des Künstlers in Løkken in Nordjütland, Dänemark. „(…) zurückschauend schreibt Nay (1963): ‘Seit 1954 male ich mit den chromatischen Scheiben. Das hatte Sinn, eine Satztechnik der Malerei zu finden, eine gesetzhafte Methode, die Malerei der Farbe etwas zu ordnen, wie die Setzung der Töne in der Musik, sei es der alten oder der neuen. Tatsächlich entstand eine Ähnlichkeit zur seriellen Tonsetzung.‘ Und zwei Jahre später notiert er sich: ‚Ist der Komponist Tonsetzer, so wollte ich Farbsetzer sein mit den Mitteln der Farbe in Verbindung von Rhythmus, Quanten, Dynamik, Reihen zur Fläche. Dies war richtig, denn ich erfand für mich meine Art der absoluten Malerei.‘“ (WVZ Claesgens, Bd. III, S. 9). – Papier schwach gebräunt und technikbedingt leicht wellig, wenige kaum merkliche Bereibungen und vereinzelte minimale Griffknicke, teils sehr feines Craquelé in den pastoseren Partien, Blattecken geringfügig bestoßen und teils mit minimal schwachen Knickspuren, verso an den Blattecken fest auf Unterlagekarton montiert. Insgesamt in guter Erhaltung.

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