Auktion 282 | 06.06.2018 11:00 Uhr | Moderne Kunst

Gabriele Münter | „Blumenbild mit weißer Rose“

Gabriele Münter: „Blumenbild mit weißer Rose“
Gabriele Münter: „Blumenbild mit weißer Rose“

Los 551 – Highlight

  • Ergebnis:  106.300*
  • Auktionsinfo

    6. Juni 2018
    Moderne Kunst

    LOVIS CORINTH
    Tulpen, Flieder und Kalla, 1915.
    Öl auf Leinwand. Ca. 63 x 50 cm.
    Ergebnis (inkl. Aufgeld): € 337.500

     

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Gabriele Münter

1877 Berlin – Murnau 1962

„Blumenbild mit weißer Rose“

Öl auf Leinwand. 1949. Ca. 55,5 x 38,5 cm. Signiert und datiert unten rechts. Verso auf dem Keilrahmen bezeichnet „Gabriele Münter 1949 Murnau“, betitelt und mit der Nummerierung im Kreis „16/49“. In Künstlerleisten.

Details

Literatur: Das Kunstwerk, 42, 1953, Umschlagbild.

Ausstellung: Alfred Lörcher, Gabriele Münter, Emy Röder. Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden 1960;
Gabriele Münter 1877-192, Retrospektive: Städtische Galerie im Lenbachhaus, München/Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main/ Liljevalchs Konsthall, Stockholm 1992-1993, Nr. 240, mit farb. Abb., dort mit den Maßen 49 x 33,5 cm und der Nennung im Text als „Das Blumenbild mit weißer Rose I“;
Gabriele Münter, Die Zeit nach Kandinsky in Murnau, Schlossmuseum Murnau, 2012, mit farb. Abb. S. 157, dort mit den Maßen 49 x 33,5 cm;
Kontur, Farbe, Licht: Das Wesentliche zeigen. Gabriele Münter 1877-1962, Ausstellungskatalog der Stiftung Ahlers Pro Arte/Kestner Pro Arte, Hannover 2015-2016, Kat.-Nr. 45, mit farb. Abb. S. 55, dort mit den Maßen 49 x 33,5 cm.

Provenienz: Ehemals Sammlung Jan A. Ahlers, Herford, Etikett verso auf Keilrahmen;
Privatsammlung, Hamburg.

Beschreibung

Gabriele Münter hält zeit ihres Lebens zahlreiche Blumenstücke fest. Im vorliegenden Gemälde arrangiert sie 3 Vasen in Frontalansicht, teils mit üppigen Blumen gefüllt, auf einem Tisch stehend, vor einem grüngrauen Hintergrund. In leuchtenden Farben präsentiert sie dem Betrachter die Blumenvielfalt des Sommers. In der linken dunklen Henkelvase steckt eine weiße Rose, in der rechten bemalten Vase zeigt sie uns eine Vielzahl von Blumen wie Margeriten und Dahlien. In der kleinen gelblichen dritten Vase ist nur etwas Grün zu entdecken. Mit gezielten dunklen Konturen zeichnet Münter eine Art Grundgerüst der Komposition vor und füllt dieses in kräftigen Farben und Zinkweiß aus. Gabriele Münter äußert sich zu ihrer Malerei selbst: „Alle meine Bilder stellen Momente meines Lebens dar, flüchtige, visuelle Augenblicke, meist rasch und spontan hingeworfen. Aber Malen ist wie plötzlich in tiefes Wasser springen, und ich weiß vorher nie, ob ich werde schwimmen können.“ (zit. aus Ausst. der Stiftung Ahlers Pro Arte/Kestner Pro Arte, S. 76). Laut des Ausstellungskatalogs des Lenbachhauses 1992 schuf Münter ein Jahr später eine zweite Version, in der sie die Blumen mit härteren Konturen versah, die weiße Rose proportional verkürzte und den Farbauftrag glättete (ehemals Nachlass, B 28; Abb. H.-K. Roethel 1957, Nr. 50). Ein weiteres Werk auf Karton gleichen Titels (1958) wurde 2007 auf dem Auktionsmarkt in London angeboten.

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