Maurice de Vlaminck

Dorfstraße mit Kirche.

Details

Mit einer Bestätigung von Paul Pétridès, Paris, von 1974 (liegt in Kopie vor).

Provenienz:
Galerie Simon, Paris, verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett;
Galerie Flechtheim, Berlin 1926 (dort erworben und in Privatbesitz bis 1974);
Hauswedell & Nolte, Auktion 199, 6./7./8.6.1974, Los 1746, mit Farbabb.;
Schweizer Privatsammlung, 1974-1999;
Galerie Fischer, Luzern, Auktion Juni 1999, Los 2178;
Privatsammlung, Norddeutschland.

Descrizione

Ab 1917 findet Vlaminck zu seinem endgültigen Stil. Jetzt konzentriert er sich auf sein bevorzugtes Motiv: Eine Straße, ein paar Häuser, vom Wind bewegte Bäume. Dabei benutzt er immer wieder die gleiche Landstraße, ob in der Ile-de-France, in der Region Le Perche, oder später in Rueil-la-Gadelière. In diesen Gemälden betont er den lyrischen Charakter der Landschaft, indem er mit emotionalen Gegensätzen spielt: Der Himmel dieser ländlichen Idyllen erstrahlt nie in einem freundlichen Blau, sondern wird durch finstere Wolken eines heraufziehenden Sturms verdunkelt. Auch mischt Vlaminck seinen Farben einen hohen Anteil von Schwarz bei und setzt gleichzeitig pastose Akzente in Weiß. Die dunkle Farbgebung erhöht den dramatischen Ausdruck der Werke, so dass der Stil von Vlamincks Arbeiten aus dieser Zeit als Landschafts-Expressionismus bezeichnet werden kann. Das vorliegende Werk entsteht wohl im Jahr seines Umzugs in das Landhaus “La Tourillière” in der ländlichen Gemeinde Rueil-la-Gadelière, einer Kommune östlich von Paris in Eure-et-Loire.