Details

Berend-Corinth/Hernad 702.
Literatur:
Weltkunst 1975/20a, S. 1746, mit Abb.; Weltkunst 1989/17, S. 2406, mit Farbabb.
Ausstellung:
Lovis Corinth, Gedächtnisausstellung, Landesmusem Hannover, Juli – September 1950, Nr. 85; Lovis Corinth, Gedächtnisausstellung zur Feier des 100. Geburtstags, Volkswagenwerk, Wolfsburg 4.5.-15.6.1958; “Le virtù della passione”, Palazzo Magnani, Reggio Emilia, 6.7.-30.9.2007, Kat.-Nr. 53, mit Abb.
Provenienz:
Heinrich Müller, Hamburg; Privatbesitz, Südafrika; Galerie am Haus der Kunst, München; Privatsammlung Berlin; Ketterer Kunst, Auktion 290, 14.5.2004, Los 127; Privatsammlung Süddeutschland.

Descrizione

Der Titel “Tändelei” stammt von Corinth. Die etwas kleinere, erste Fassung entstand 1911 in der Klopstockstraße, Berlin, und zeigt ebenfalls Charlotte Corinth, die ihrer kleinen Tochter Wilhelmine scherzend ein rotes Bändchen zuwirft (siehe Berend-Corinth/Hernad 459). Dabei interpretiert der Künstler das klassische Bildthema einer liegenden Venus mit Amor als intime, häusliche Szene. In der zweiten Fassung übernimmt Corinth die Komposition und ändert nur leicht die Haltung des Kindes und des Kopfes seiner Frau. Doch wirkt die spätere Fassung impressionistischer. Statt auf die Details konzentriert sich der Künstler nun auf das Spiel des Lichtes auf der nackten Haut. – Ein L-förmiger, fachmännisch restaurierter und retuschierter Einriss im Kissen oberhalb des Kopfes. Sehr leichte Craquelébildung. Schwacher Abdruck des Keilrahmens. Allgemein sehr schön.